28. Tag: Sossusvlei

18.10.2007 - 21:55
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Der Wind hat in der Nacht gedreht und als morgens sehr früh der Wecker klingelt und ich einen Blick Richtung Himmel werfe, sehe ich Sterne. Endlich gutes Wetter!

Dead Vlei 1Heute steht jedoch keine Dünenbesteigung als erstes auf dem Programm, sondern der Besuch der Dead Vlei. Dies ist eine recht große Fläche, auf der eine Menge toter Bäume herumstehen. Klingt zunächst nicht spannend, aber die Fotos, die ich bisher gesehen habe, waren viel versprechend. Nachdem wir den Jeep auf dem entsprechenden Parkplatz abgestellt hatten, stand noch ein Fußmarsch von etwas mehr als einem Kilometer an. 

Der Anblick ist völlig bizarr und Größenverhältnisse verschwimmen. Von weitem sieht die Dead Vlei recht übersichtlich aus: eine kleine Fläche mit ein paar toten Baumstämmen, umringt von ein paar Dünen. Je näher man kommt, desto größer wird das Ganze. Menschen, die sich bereits dort auf der Fläche befinden, lassen die reellen Größen erst richtig erkennen. Es mag an den 50-100 Meter hohen Dünen liegen, die den Eindruck täuschen. 

Wir sind sehr früh da und außer uns gibt es noch eine Hand voll weiterer Personen, die ihre Fotos schießen. Die Stille ist absolut bemerkenswert. Außer dem Rauschen des Windes hört man absolut nichts. So etwas ist für mich als Stadtmensch (der in einer ruhigen Gegend wohnt) immer wieder auffällig und wohltuend erholsam.

Die abgestorbenen Bäume sind mit dem hellen Untergrund, den orange-roten Dünen und dem blauen Himmel ein willkommenes Fotomotiv und irgendwie fällt es mir schwer, die Kamera irgendwann doch einmal aus der Hand zu legen :)

Dead Vlei 2Dead Vlei 3

Als es langsam zu heiß in der Dead Vlei wird, als die Sonne immer höher steigt, treten wir den Rückweg an. Das war genau das richtige Timing, denn uns kamen Busladungen von Touristen entgegen. Wieder einmal freuen wir uns, alleine zu reisen. 

Computer in der SossusvleiDen Tag verbringen wir wieder unter demselben Baum in der Sossusvlei wie gestern und versorgen die kleinen Vögel wieder mit Wasser, das auch gerne angenommen wird. Die Kleinen wissen wohl, dass wir ihnen nichts tun und so springen sie den ganzen Tag um unsere Füße herum, während wir wieder lesend und iPod hörend unter dem Baum im Schatten sitzen.

Den Abend wollten wir diesmal nicht in der Sossusvlei Lodge essen, sondern lieber ein letztes Mal ein Lagerfeuer unter afrikanischem Himmel genießen.

27. Tag: Sossusvlei

17.10.2007 - 21:54
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Die Umstellung von Dachzelt auf Bett geht sehr, sehr einfach. Umgekehrt ist das nicht so einfach. die Nächste in der Seserim Campsite verbringen wir wieder im Dachzelt. Irgendwie scheint alles sehr eng und hart zu sein. Ich dachte immer, dass es in der Wüste nachts kalt wird. Irgendwie müssen die aufgezogenen Wolken dieses Phänomen verhindert haben. Und so machen wir uns um 4.30h fertig für die Fahrt zu den großen, roten Dünen.

Die Straße in die Sossusvlei glich sehr lange einem Martyrium der Reifen und der Federung. Dies hat ein Ende. Die Straße ist komplett neu geteert worden. Ein Schild am Ausgang der Sossusvlei berichtet, dass dies im Oktober 2005 passiert sein soll. 

DünenkammSonnenaufgang in der Sossusvlei

Als wir in der Sossusvlei ankommen, geht gerade die Sonne auf und die aufreißende Wolkendecke erlaubt einen Blick auf eine fantastisch beleuchtete Dünenlandschaft. Der Aufstieg auf die (übliche) Sossusvlei-Düne wird dadurch nicht ganz so schmerzhaft. 

DünenaufstiegApropos Aufstieg. Mein GPS (inkl. Höhenmeter) zeigt an, dass man bei einer Laufstrecke von 300m etwa 100m an Höhe gewinnt, was einer Steigerung von 30% entspricht. Wenn man dazu noch bedenkt, dass man teilweise beim Gehen in den Sand einsinkt, kann man sich ausrechnen, dass der Aufstieg ein gewisses Maß an Kondition und Fitness erfordert. 

Oben angekommen und nach einer Verschnaufspause können wir den Ausblick richtig genießen, auch wenn die Wolkendecke dichter wird und es ein paar wenige Tropfen regnet. Wann hat man schon einmal Wolken in der Sossusvlei?

Natürlich muss der Abstieg klassisch quer zur Düne verlaufen. Jede Anstrengung war vergessen. Es macht einen Riesenspaß, die Düne herunterzulaufen und dabei mit großen Schritten tief in den Sand einzutauchen. Wenn der Aufstieg nicht so anstrengend gewesen wäre und inzwischen die Besuchermassen hier einströmen würden, hätte ich das gerne noch einmal gemacht.

"Sandsturm"Wir verbringen den Tag in der Sossusvlei unter einem schattigen Baum, während ich dies hier tippe und eines der mitgebrachten Bücher lese.

Die Wolkendecke reißt nicht mehr auf und so gibt es auch keine guten Sonnenuntergangsfotos, als wir gegen 16.30h Richtung Camp aufbrechen. Im Gegenteil. Nachdem wir vom Essen in der Sossusvlei Lodge zurückkommen (diesmal war der Service besser), blitzte und donnerte es aus Richtung Sossusvlei zu uns herüber und der Wind wird böig. Das hält auch die ganze Nacht an, wobei die Temperaturen nicht merklich sinken. 

26. Tag: Walvis Bay/Sossusvlei

16.10.2007 - 21:51
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Robbe auf Boot

Früh aufstehen ist angesagt. Alles verladen, auschecken, Frühstücken und um 7:45h losfahren, um 8:20h mit dem Boot loszufahren. Die Tour macht wieder Spaß. Ganze vier Stunden heizen wir über das recht wellige Meer und zu meiner großen Freude entdecke ich die vermissten Robben von Cape Cross in Walvis Bay. Tausende Robben leben nun hier permanent. Meine Lieblingsvögel - die Pelikane - sind auch reichlich vor Ort und damit ist der Tag gerettet, auch wenn sich nicht allzu viele Delfine einfinden wollten. Nach der Fahrt gab es das obligatorische Austernessen. Sehr lecker.

Robben bei Walvis bay

Bevor es in die Sossusvlei ging, mussten wir ein Rad reparieren lassen, das seit zwei Tagen über Nacht die komplette Luft verliert. Das Thema war aber in wenigen Minuten erledigt und zudem auch noch spottbillig. Ebenso schnell haben wir die Kamera von Elroy von der Okonjima Lodge beim Fachhändler zur Reparatur abgegeben. 

Die Fahrt zur Sossusvlei war traumhaft. Als wir in den Kuiseb-Pass an der C14 überqueren, müssen wir das eine und andere Mal einfach anhalten, um die Landschaft zu genießen.

Ebenso ist der Namib Naukluft Park landschaftlich sehr, sehr ansprechend. Wir bedauern ein wenig, dass uns die Zeit fehlt, hier länger zu bleiben, aber unsere vorgebuchte Campsite wartet und außerdem wollen wir morgen in die Sossusvlei.

Kuiseb PassSonnenuntergang in der Sossusvlei

Der Parkangestellte, der die Campsites verwaltet, ist reichlich demotiviert etwas zu tun. Die Campsite zu bekommen entwickelt sich zu einem recht langen Vorgang. Ohne Voucher geht gar nichts und außerdem muss der Eintritt in den Park sofort entrichtet werden. Das alles zu verwalten, dauert seine Zeit. Schließlich bekommen wir Campsite 17 zugewiesen.

Nach unserem Kenntnisstand kann man in der Sossusvlei Lodge zu Abend essen, auch wenn man kein Gast ist, sondern von dem benachbarten Campingplatz herüber kommt. Dieses Mal stellen sich die Angestellten ein wenig an. Man müsse erst prüfen, ob dies möglich sei. Alles ganz wichtig. Natürlich waren noch Kapazitäten frei, denn wir hätten auch ohne Reservierung auf Wunsch noch ein Zimmer der Lodge bekommen können. Dann mussten wir uns noch umsetzen, weil bestimmte Plätze nur den Gästen der Lodge vorbehalten sind. Zu dumm, dass dies einigen Angestellten nicht bewusst ist, die uns bereits Getränke serviert hatte. Das Essen war - wie immer - absolut einmalig. Ich frage mich immer wieder, wie sie es logistisch hinbekommen, so ein reichhaltiges und frisches Buffet in dieser Einsamkeit zu zaubern.

Elefant mit Baum
Waterberg Wilderness Lodge 2
Gelbschnabeltokko
Flugzeug nach der Landung in Windhoek 3
Waterberg Wilderness Lodge 5
Weg nach Twyfelfontain
Zebra
Gepardenfütterung Okonjima Lodge
Gnu am Hippo Vlei
Giraffe
junger Löwe am Chobe
Dead Vlei
Leopard auf Okonjima
Elefanten am Wasserloch von Okaukuejo
Düne in der Sossusvlei 3
Tiefsand auf dem Weg zur 3rdBridge
Elefant beim Schlammbad (2)
Elefantenrüssel abgelegt
Wildpferd bei Aus 3
Zebras am Chobe
Victoria Falls (6)

Übersicht

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