Heute sollten wir bei unserer Pirschfahrt mehr Glück mit Elefanten haben. Wir passierten den Eingang mit dem großen Dunk Beetle Schild und los ging es. Der Park ist von einer übersichtlichen Größe und so konnte man ihn bequem an einem Tag durchfahren. Das Highlight des Tages war ein kleiner See. Naja, See ist übertrieben. Es war eher ein größeres Wasserloch. Groß genug, um einer ganzen Herde Elefanten Gelegenheit zum Baden und spielen zu geben. Richtig Spaß hatten die Jungtiere, die ausgelassen im Wasser herumgetollt haben. Wir standen bestimmt 2 Stunden an diesem Loch, denn es war ein Kommen und Gehen von unterschiedlichen Gruppen. Der Spaß härte auf, als dicht an unserem Wagen ein mürrischer Elefantenbulle vorbeiging und die Herde aus dem Wasser vertrieben hat. Es war Zeit, für uns, weiterzufahren.
Und da war er: ein Dunk Beetle! Ich hab ihn gesehen!! Nachdem ich gestern schon vergeblich nach einem gesucht hatte, krabbelte er mir direkt vor mein Auto. Artig blieb ich stehen und habe ihn passieren lassen, natürlich nicht, ohne ein Foto zu schießen.
Nachdem wir den Krüger Nationalpark schon sehr toll gefunden haben, war die Vorfreude auf den Addo Elephant Park umso größer. Der Weg dorthin war lang und langweilig. Ich kann mich irgendwie mental noch nicht daran gewöhnen, dass die Menschen auch über die Autobahn gehen. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sie immer die Geschwindigkeit der herannahenden Autos wirklich einschätzen können. So manches Mal musste ich schon heftiger anbremsen, um ein Unglück zu vermeiden.
Im Addo Elephant Park angekommen, ging es nach dem Einchecken gleich auf eine kurze Pirschfahrt. Soviel Zeit war noch und die Aussicht auf Elefanten war sehr verlockend.
Am Eingangstor war ein dickes Schild: Dunk Beetles haben Vorfahrt! Dunk Beetles sind große Mistkäfer, die sich um den Abtransport von Elefantendunk kümmern. Ich war gespannt, einen zu entdecken.
Die Landschaft war gänzlich anders als im Krüger Nationalpark, voll hohem Gras. Die Straßen schienen in die Landschaft gefräst worden zu sein und so lagen wir so manches Mal mit unserem Gesicht in der Höhe der Grasnarbe. Lange Zeit sahen wir nichts. Nur Landschaft. Kein Tier. Umso aufregender war es, als ich um eine Ecke bog und fast einen Elefanten gerammt hätte. Es gab sie also doch und der Tag war gerettet.