Auf dem Weg zum Krüger Park sind wir noch einmal zum "God's Window" gefahren. Die Aussicht wollten wir uns nicht nehmen lassen. Das Wetter war auch deutlich besser und wir konnten die Weitsicht auch wirklich genießen. Der Aussichtspunkt ist ein Muss!
Der Krüger Nationalpark ist ein sehr weitläufiger Park, der sich 350km in Nord-Süd-Ausrichtung und 60km in Ost-West-Richtung erstreckt. Bei einer Fläche von 20000m2 ist er so groß wie Rheinland-Pfalz. Wir haben uns im Olifants Camp einquartiert. Es liegt etwa in der Mitte des Parks. Um dorthin zu gelangen müssen wir ein ganzes Stück weit in nordöstliche Richtung fahren. Auf dem Weg liegen die "Burke's Luck Potholes", eine recht tiefe Schlucht, in der Wasserkraft zeigt, welche interessanten Figuren es schaffen kann.
Unser Eingang in den Krüger Nationalpark ist das Phalaborwa Gate, der bei dem gleichnamigen Städtchen liegt. Hier haben wir uns mit Verpflegung und Benzin für die nächsten Tage eingedeckt, bevor es losging.
Nachdem wir in den Park eingefahren sind, wurden wir gleich von Impalas begrüßt. Jemand sagte mal, dass Imapalas das McDonalds der afrikanischen Wildtiere sei: sie gäbe es an jeder Ecke. Dies sollte sich im späteren Verlauf auch bestätigen, aber dennoch sind die ersten frei lebenden Tiere etwas ganz besonderes.
Noch spannender wurde es, als plötzlich ein einsamer Elefantenbulle aus dem Gebüsch kam und sich ganz gemächlich auf unser Auto zubewegte. Er wurde immer größer und wollte gar nicht stehen bleiben. Zumindest kam es uns so vor.
Auch wenn der Jumbo noch etliche Meter vor uns ein Gebüsch interessanter fand, war das schon mehr als aufregend.
Im Olifants Camp angekommen, haben wir den Abend stilgerecht mit einem Sundowner beendet.
Das erste große Ziel dieser Reise war der Krüger Nationalpark. Auf dem Weg dorthin liegt ein kleines, historisches Dörfchen namens "Pilgrim's Rest". Dort haben wir unseren ersten Halt gemacht und von dort aus Sternfahrten zu den einzelnen Attraktionen in dieser Gegend gemacht. Als wir dort angekommen sind, waren wir überrascht. Das ganze Dorf war ein einziges Museum. Die Gebäude waren sehr gut restauriert und so bekamen wir den Eindruck, in der Zeit ein wenig zurückgereist zu sein. Auch das Hotelzimmer im "Royal Hotel" war dem Ambiente entsprechend eingerichtet.
Von dort aus startend ging es gleich los zu den Mac Mac Waterfalls. Auch die Berlin und Lisbon Falls lagen mehr oder weniger auf dem Weg. Die Wasserfälle sind nicht so interessant wie die Landschaft darum. Wir standen am oberen Rand der Mac Mac Falls und haben die Umgebung genossen.
Einen sehr tollen Überblick über die Landschaft sollte der Aussichtspunkt "God's Window" geben. An dieser Stelle soll sich ein Pilger zur Rast niedergelassen und dieser Aussicht den Namen gegeben haben. Leider war es recht diesig, als wir dort angekommen sind. Zu schade.
Den Abend haben wir dann nach einem Essen im Hotelrestaurant an der Hotelbar beenden wollen, als plötzlich die Tür aufging und ein Trupp Reisender reingestürmt kam. Deutsche. Neugierig wie wir sind, haben wir gleich ein anderes Pärchen angesprochen und erfahren, dass sie mit zwei vollbesetzten Reisebussen unterwegs Richtung Krüger Park sind.
Wir hatten noch unsere geführte Tour bei der Weltreise im Kopf und konnten uns nicht wirklich vorstellen, wo das Flair bleibt, wenn man mit zwei vollen Reisebussen im Krüger Park einfällt und "Safari" macht.
Innerlich haben wir uns beglückwünscht, diese Reise als Individualtour gestaltet zu haben und für uns war spätestens an dem Abend klar: Nie wieder eine geführte Bustour.