Die Liste mit den Dingen, die wir mitnehmen müssen, ist sorgfältig abgearbeitet und so sind alle Sachen in den Koffern und Taschen verstaut. Ein letzter Check nach Kamera, Filmen und Unterlagen und los gehts. Die erste selbstgeplante Tour in einem wirklich weit entferntem Land konnte beginnen.
Der nächstgelegene Flughafen ist Düsseldorf. Da es von dort keine Direktflüge nach Johannesburg gibt, machen wir einen kleinen Umweg nach Heathrow und von dort aus kommt der große Sprung Richtung Süden.
Dies verlief auch alles problemlos... bis irgendwann über Marokko der Pilot fragte, ob sich ein Arzt an Bord befände. Statistisch gesehen gibt es auf JEDEM Flug ein Mediziner an Bord. Nur nicht auf unserem.
Dem kranken Passagier ging es offenbar so schlecht, dass der Pilot mitten über Marokko den Kurs änderte und Richtung Malta flog. Es schien also dringend zu sein. Allerdings war die Maschine noch voll getankt und so konnte oder durfte er wohl nicht landen. Also ließ er über der lybischen Wüste etliche Tonnen Kerosin ab, damit der Vogel landen konnte.
Malta ist eine kleine Insel mit einem kleinen Flughafen. Nachdem der Flieger gelandet und der Passagier in ein Krankenhaus gebracht wurde, stellte sich die Frage, wie man mitten in der Nacht so viele Tonnen an Kerosin herbekommt, damit die Reise nach Johannesburg fortgeführt werden konnte. An einem kleinen Flughafen wie der in Malta gibt es keine Kerosin-Pipelines, sondern ein Flugzeug muss mit einem herkömmlichen Tankwagen betankt werden.
Zu dumm, dass während der Betankung die elektrischen Systeme und somit auch die Klimaanlage im Flugzeug abgestellt werden musste. Es wurde immer heißer im Flieger und es ging und ging nicht los.
Irgendwann war alles erledigt und wir konnten wieder starten. Mit vier Stunden Verspätung kamen wir dann in Johnnesburg an.