Südafrika 2001 - Eine Rundreise

Die Reise um den Globus ist nun drei Jahre her. Die Eindrücke sind lange verarbeitet, aber sie hallen immer noch lebendig nach. So ein intensives Reiseerlebnis hatten wir bisher bei keinem Urlaub. Zeit, etwas Neues kennenzulernen. Das Reiseziel "Afrika" kam nicht von mir. Wie sehr sich Afrika in mein Hirn und meine Gefühlswelt einbrennen sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.

24. Tag: Rückflug

19.10.2001 - 00:50
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Der letzte Urlaubstag ist immer ein wenig ein verlorener Urlaubtag. Der Flug geht erst am frühen Abend los. Die Koffer sind gepackt und im Mietwagen verstaut. Wir lassen uns Zeit und nachdem wir erst am späten Vormittag ausgecheckt haben, gehts noch einmal zur V&A Waterfront. Hier genießen wir ein letztes Mal den Trubel und den Blick auf den Tafelberg, der sich mit Tischdecke von uns verabschiedet.

Frühzeitig sind wir am Flughafen, denn wir rechnen mit stärkeren Kontrollen. Eine gute Idee, wie sich herausstellen sollte. Die Sonne geht fast unter, als der Flieger Richtung Heimat abhebt.

Zusammenfassend war dies die beeindruckenste Reise bisher, nicht zuletzt, weil wir sie individuell geplant und durchgeführt haben. Südafrika ist ein sehr beeindruckendes und vielseitiges Land, mehr als die Länder, die wir zuvor besucht hatten. An jeder Ecke ist eine optimistische Aufbruchsstimmung zu spüren, auch wenn man von einem "Aufbruch" an vielen Stellen noch nichts erkennen kann.

Als Tourist habe ich mich unter Einhaltung verschärfter Vorsichtsmaßnahmen sehr sicher gefühlt und hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, in eine bedrohliche Situation zu kommen.

Leider hat der Virus Afrikanum zugeschlagen und mich voll erwischt. Hierhin komme ich zurück, soviel ist sicher.

23. Tag: Kapstadt

17.10.2001 - 21:35
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Das Wetter ist heute nicht sonderlich gut. Dennoch steht heute der Ausflug nach Paarl auf dem Programm. Kaum ist man aus Kapstadt raus, scheint das Sicherheitsproblem nicht mehr sehr groß zu sein. Wir sehen keine hohen Elektrozäune mehr, die die Häuser sichern sollen. Stattdessen sehen wir einen ganz anderen Baustil: holländisch. Wie zuvor an anderen Orten stellen wir mal wieder fest, dass die Besatzer der Kolonialzeit deutliche Spuren hinterlassen haben.

Es regnet immer stärker und das Land versinkt hinter einem grauen Schleier. Das Taal Monument wird so völlig unattraktiv und wir beschließen, zurück zu fahren und eine Mall zu besuchen, die uns auf der Hinfahrt aufgefallen ist.

Wie es sich herausstellt, handelt es sich um eine riesigese Einkaufsmeile, wogegen das CentrO in Oberhausen trotz seiner beeindruckenden Größe eher klein wirkt. Die Geschäfte sind Luxus pur. Wir fragen uns, wer hier rauskommt, um diese teuren Gegenstände zu erwerben, bzw. wer überhaupt sich so etwas leisten kann. Die Masse wird es bestimmt nicht sein. Das Wetter wird wieder besser und wir erkunden die Außenanlagen, die nicht minder beeindruckend sind. Um die Mall führt ein künstlich angelegter Kanal, auf dem Tretboote fahren können. Dieser Luxus steht meiner Meinung nach im krassen Gegensatz zum allg. Bevölkerungseinkommen.

Der Abend gehört wieder der V&A Waterfront. Hier müssen noch einige leckere Restaurants ausprobiert werden.

22. Tag: Kapstadt

16.10.2001 - 20:21
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Ein Blick vom Hotel Richtung Tafelberg zeigt, dass heute DER Tag ist, um ihn zu besuchen. Also ab ins Auto und los geht es. Der Aufstieg erfolgt mit einer Seilbahn und wir werden sanft nach oben geschoben. Der Blick Richtung Kapstadt ist atemberaubend. Wir überblicken die ganze Stadt zwischen dem Berg und dem Atlantik. Wir suchen und finden die Punkte, die uns bereits bekannt sind. In der Ferne kann man Robben Island sehen.

Auf dem Tafelberg leben die niedlichen Rock Dassies. Wir nehmen die aufgestellten Schilder ernst, auf denen vor der Bissigkeit der possierlichen Tierchen gewarnt wird und so versuchen wir erst gar nicht, die scheinbar zutraulichen Fellknäulchen zu streicheln.

So schön es auch hier oben ist, so schnell wandelt sich das Wetter. Innerhalb weniger Minuten wandelt es sich und wir stehen in dichtem Nebel. Genaugenommen stehen wir mitten in einer Wolke. Weiter als fünf Meter kann man nicht mehr sehen.

Dies ist unser Zeichen und wir begeben uns zur Seilbahn, die uns wieder nach unten fährt.

Den restlichen Tag verbringen wir in der Innenstadt von Kapstadt, gehen shoppen und bestaunen die interessanten Gebäude.

21. Tag: Kapstadt

15.10.2001 - 23:21
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Wenn man schon in Kapstadt ist, gehört ein Besuch am Kap der Guten Hoffnung obligatorisch zum Programm. Wir machen uns auf den Weg bei herrlichstem Sonnenschein. Der Weg ist recht einfach zu finden. Wir fahren an der Küste entlang und machen einen Stopp in Simonstown. Hier liegt der Boulder's Beach mit einer Pinguinkolonie. Pinguine am Festland und dazu in unmittelbarer Nähe von Menschen ist sehr, sehr selten. Die Pinguine haben offensichtlich auch keinerlei Berührungsängste. An den für Menschen freigegebenen Abschnitt tummeln sich auch vereinzelt Pinguine und ignorieren die anderen Badegäste.

In dem für Gäste nicht freigegebenen Strandabschnitt lebt die Pinguinkolonie. Hier ist es den Besuchern nur gestattet, über die eigens angelegten und abgezäunten Stege zu laufen. Die Jungpinguine haben noch teilweise ihr flaumiges Fell und werden von ihren Eltern beschützt.

Boulder's Beach ist ein Muss auf einer Südafrika-Tour.

Wir machen noch einen kurzen Stopp im Pengui Point Restaurant. Dort können wir sehen, wie ein Pinguin quer über den Parkplatz watschelt, um dann unter einem Auto aus unserem Sichtfeld zu verschwinden. Da macht der große Aufkleber "Please look for Penguins underneath your car before driving off" richtig Sinn, den wir auf der Heckklappe eines Pickups entdecken.

Weiter gehts zum Kap der Guten Hoffnung. Der letzte km vor dem Kap ist als Naturschutzgebiet deklariert, das (wie soll es auch anders sein) eintrittspflichtig ist. Dieser ist aber moderat und weiter gehts.

Auch wenn nur ein Schild davon zeugt, dass man nun wirklich am Kap der Guten Hoffnung angekommen ist und die Gegend lediglich sonst eher zum Wandern einlädt. bekomme ich ein sehe wohliges Gefühl. Das sagenumwogene Kap - und ich stehe nun wirklich hier.

Auch dieser Besuch ist ein Muss.

20. Tag: Kapstadt

14.10.2001 - 15:10
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Ruhe ist angesagt. Die letzten Wochen waren durch viel Zeit im Auto geprägt. Heute ist Enspannung angesagt: ausschlafen, in der letzten Sekunde zum Frühstücksbuffet, Strand und Pool, ein Spaziergang am Strand. Sehr nett.

19. Tag: Hermanus - Kapstadt

13.10.2001 - 22:33
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Kapstadt wir kommen!

Aber vorher schauen wir noch in Hermanus vorbei. Mit viel Glück sehen wir Wale. Die Jahreszeit ist günstig. Dort angekommen geht es gleich zum Strand. Und tatsächlich: in ca. 100m Entfernung sehen wir etwas Großes und als sich eine Flosse aus dem Wasser hebt, ist klar, dass es sich um einen großen Meeressäuger handelt. Mehr war dann leider doch nicht zu sehen und wir erkunden das kleine Städtchen. An der Promenade sehen wir ein interessantes Schild "Feeding of Whales Prohibites" ist in weißen Buchstaben an den Zaun gepinselt. Es gibt sie also doch und zwar auch in unmittelbarer Nähe :)

Bevor wir unser Hotel in Kapstadt finden, passieren wir ein riesiges Gebiet mit Wellblechhütten. Es ist erschütternd und lässt die eigene Lebenssituation in einem reellen Licht erscheinen. Wie oft höre ich zuhause, wie schlecht es uns geht. Typisch deutsch halt...

Das Hotel liegt direkt am Strand. Von hier aus kann man den Tafelberg sehen. Der Tafelberg. Wir werden ihn bestimmt noch erscheinen. Es ist für mich etwas Besonderes, Dinge mit eigenen Augen zu sehen, die ich zuvor nur auf Abbildungen gesehen habe.

Es ist schon später Nachmittag. Wir haben eingecheckt und sind auf dem Weg zur V&A Waterfront, über die wir bereits viel gelesen haben.

Bei unserer Tour wurde offensichtlich, dass die Umgebung vom Stil her immer europäischer wurde, je westlicher wir kamen. In Kapstadt scheint das Zentrum zu sein. Die V&A Waterfront ist vergleichbar mit dem CentrO in Oberhausen, nur das die Gegend um Kapstadt um einiges attraktiver ist. :)

18. Tag: Mossel Bay

12.10.2001 - 20:21
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Wir verabschieden uns aus Wilderness und fahren eine kurze Strecke nach Mossel Bay. Dort haben wir uns im Old Post Office einquartiert. Der Ort ist sehr, sehr verschlafen und wir finden beim besten Willen nichts, was uns auch nur ansatzweise interessiert. Also fassen wir kurzerhand den Entschluss, 100km zurück nach Knysna zu fahren und den Elephant Park zu besuchen. Das war die beste Entscheidung des Tages, denn hier konnten wir drei Elefanten aus nächster Nähe sehen und auch anfassen. Mir war vorher nicht klar, wie rauh die Haut eines Elefanten ist.

17. Tag: Oudtshoorn

11.10.2001 - 21:14
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Heute gehts ins Landesinnere: Outshoorn und der Besuch einer Straußenfarm ist angesagt. Schnell geht es in die Berge. Wir fahren über den Outeniqua Pass und nähern uns großen Schritten Outshoorn. Wir fahren durch das kleine Städtchen und folgen einigen Werbeschildchen, die verschiedene Farmen anpreisen. Wir halten an einer und können gleich an einer Führung teilnehmen. Ein Mitarbeiter erklärt uns, wie Strauße gezüchtet werden. Den Hennen wird das Ei weggenommen, die darauf nicht zögert und ein weiteres produziert. Mittels einer starken Lampe wird das Ei durchschienen und so festgestellt, ob es befruchtet ist oder nicht. Es wird in einem Brutkasten ausgebrütet und fertig sind die kleinen Strauße.

Sehr interessant ist auch, dass das Staußengehirn so klein wie ein Straußenauge ist. Strauße sind wirklich sehr dumme Tiere. Stülpt man einen Beutel über den Kopf, denken Sie, dass es Nacht ist und bleiben einfach stehen, wo sie gerade sind. Dieser Umstand wird für das Straußenreiten ausgenutzt. Eine zierliche Person darf sich auf einem Strauß niederlassen und dann gehts los - natürlich nur unter Führung des Personals.

Strauße sind recht agressiv, aber mit ein wenig Mais kann man sie einfach bestechen. Es ist erstaunlich, wie weich sich der Hals anfühlt.

Nach der Führung geht es ein paar Kilometer weiter in die Cango Caves. Ein wahrlich großartiges Erlebnis, denn diese Tropfsteinhöhle mit ihren großen und kleinen Kammern sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Als eine Sängerin anfing zu singen, die in einer anderen Reisegruppe unterwegs war, lief wohl allen eine Gänsehaut über den Rücken.

Zurück nach Wilderness inspizierten wir noch den Strand, der von dem Hotel über eine Treppe erreichbar war. Der Sand ist ungewöhnlich. Auf der einen Seite scheint er nass und schwer zu sein, auf der anderen Seite ist er so locker, dass man bis über den Knöchel einsackt. Wahrscheinlich hängt das mit der heftigen Strömung des indischen Ozeans zusammen.

16. Tag: Wilderness

10.10.2001 - 22:58
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Die heutige Station ist Wilderness. Es liegt auf der Gartenroute nur ein paar Kilometer weiter. Wilderness ist ein kleines, verschlafenes Städtchen. Wir haben uns am Rand in einem Holiday Inn einquartiert. Direkt daneben ist ein originaler Irish Pub angegliedert, den wir heute auf jeden Fall ausprobieren werden :)

Auf dem Weg nach Wilderness, haben wir noch einmal Halt gemacht, um die Vorbeifahrt des Outeniqua Choo-Toje Zuges zu beobachten. Dieser Zug ist sehr berühmt und in jedem Reiseführer und Reiseprospekt zu sehen. Wir haben Glück: Nach einiger Wartezeit, die wir mit dem Beobachten von Rock Dassies überbrückt haben, hören wir aus der Ferne den Zug anrollen. Und da kommt er auch schon. Sehr schön anzusehen. Die alte Lokomotive raucht ganz schön und natürlich gelingt mir der klassische Schnappschuss wie aus dem Bilderbuch :)

Beim abendlichen Rundgang bleiben wir an einem Schaukasten einer Immobilienmaklers stehen und staunen, wie preiswert hier die Immobilien sind. Allein das wäre schon fast ein Grund zum Auswandern.

Der Irish Pub sieht von außen nicht nur gemütlich aus, er ist es auch. Ein Stückchen Irland mitten in Afrika. Das Guinnes ist wirklich lecker.

Elefant mit Baum
Schwarznasenimpala in Etosha
Pelzrobben bei Cape Cross 10
Weg nach Ai-Ais
Löwe auf der Okonjima Lodge
Elefantenbesuch an der Third Bridge
Dusche und Toilette bei der Piper's Pan
Paviane lausen sich
Chillen in Ihaha 2
Löwinnen am Chobe
Waterberg Wilderness Lodge 4
Düne in der Sossusvlei 2
Löwin auf Pirsch
Pelikan bei Bootstour 4
Zimbabwe: Victoria Falls Hotel (5)
Elefantenrüssel mit Knick
Waterberg Wilderness Lodge 6
Warnschild an der Third Bridge
Regenwolken
Gepardenfütterung Okonjima Lodge 6
Prüfung der Wassertiefe vor der kommenden Durchfahrt

Übersicht

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