30. Tag: Rückflug

20.10.2007 - 22:00
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Um 6.30h will uns das Taxi Richtung Flughafen bringen. Da wir noch ein paar Dinge in unseren Koffern umschichten müssen, klingelt der Wecker bereits um 5h. GÄHN! Wenn es wenigstens auf eine Pirschfahrt oder Richtung Sossusvlei gehen würde... aber so macht das Ganze keinen rechten Spaß. 

Ich war mir 100%ig sicher, dass wir nicht ohne die Bezahlung von Übergepäck das Flugzeug besteigen können. Schließlich sind unsere Koffer beide schon gewichtsmäßig grenzwertig und uns sollen noch eine knapp 2 Meter große Giraffe, eine 30cm hohe Trommel und noch ein paar andere Souvenirs begleiten. Es kam aber glücklicherweise anders. Durch die LTU-Card konnte ich ein 30kg Sportgepäck oder auch Astronomiegeräte mitnehmen. Ich habe meine Stative in einer separaten Tasche als Astro-Gepäck aufgegeben und mit einem sehr freundlichen Lächeln meinerseits und Augenzudrücken der verantwortlichen Dame am Schalter ihrerseits ging alles problemlos mit! JUHUU! 

Schon bei der Fahrt zum Flughafen sauge ich ein letztes Mal die Umgebung mit meinen Augen ein. Der Abschied kommt nun sehr schnell. Als der Flieger fast pünktlich abhebt und ich alles von oben sehen kann bevor wir durch die Wolken stoßen, weiß ich, dass ich wiederkommen werde. 

Jetzt sitze ich hier im Flieger und schreibe diese Zeilen, irgendwo über der Sahara und der Ausblick auf zuhause will mich nicht unbedingt fröhlich stimmen. Zum einen habe ich mein Afrika verlassen und ich weiß, dass mich am Flughafen in München ganze 2 Grad Celsius erwarten. Was für ein Temperatursturz. 25 Grad in Windhoek, 2 Grad in München. Kurz überlege ich, am Montag trotzdem im T-Shirt ins Büro zu gehen, ein Lagerfeuer zu zünden und zu grillen, um mal ein paar Fakten zu schaffen, aber ich fürchte, dass meine Chefs für diese Idee nicht wirklich empfänglich sind und verwerfe den Gedanken dann doch wieder.

29. Tag: Fahrt nach Windhoek

19.10.2007 - 21:57
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Tja. Jeder Traum endet einmal, auch dieser. Heute fahren wir nicht mehr in die Sossusvlei, sondern treten die Rückfahrt nach Windhoek an, wo wir heute nachmittag das Auto zurückgeben und uns für die Abreise vorbereiten müssen. Als die ganzen Autos wieder Richtung Sossusvlei fahren, drehe ich mich noch einmal um, auch wenn es mich in den Fingern juckt, doch noch einmal diese wunderschönen roten Dünen zu sehen.

Für die Fahrt nach Windhoek  haben wir uns für die Route über C19, D1274 und C24 über Rehoboth entschieden. Der Remhoogte-Pass ist zeitraubend, aber dafür werden wir mit einer sehr schönen Landschaft belohnt. In Windhoek angekommen übergeben wir den Wagen an den Vermieter. Die Übergabe verläuft genauso schnell und problemlos wie zu Beginn der Reise und Herr Hester bringt uns mit "unserem" Jeep noch zum Hotel. Wir verbringen wir die letzte Nacht in Afrika im Hotel Moni. Hendrik, der Besitzer, empfiehlt uns einige Restaurants. Eigentlich hatte ich Joe's Beerhouse im Visier, aber da wir nun ohne Auto sind, ist der Weg zu weit. Als wir gerade Richtung Innenstadt losgehen wollen, gibt es einen heftigen Platzregen. Sehr witzig. Das habe ich zuhause in den letzten Monaten nun wirklich genug gehabt und nun holt mich das Wetter auch hier ein. Ganz großes Kino. :(

Glücklicherweise ist es warm und so gehen wir mit einem Schirm gewaffnet los, den wir von Hendrik bekommen haben. Die Innenstadt ist zu Fuß sehr schnell erreicht und der Regen hört auch irgendwann so plötzlich wieder auf, wie er begonnen hat. Wir folgen der Empfehlung von Hendrik und kehren nach einer kurzen Besichtigung der Steinkirche, dem Reiter, der "alten Feste" und dem Park des Tintenpalastes in dem Restaurant "The Gourmet" ein und lassen uns kulinarisch verwöhnen. Zu dumm, dass ich die Kamera im Hotel gelassen habe, denn als die Sonne durch die dunklen Wolken bricht, hätte es sehr nette Fotos gegeben. Anyway. Letztlich ist es egal. Den Auslöser habe ich in diesem Urlaub genug gedrückt. 

Den Rückweg bestreiten wir per Taxi, da Hendrik uns eindringlich empfohlen hat, den Ausspannplatz nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden und dieser auf unserem Rückweg liegt. 

28. Tag: Sossusvlei

18.10.2007 - 21:55
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Der Wind hat in der Nacht gedreht und als morgens sehr früh der Wecker klingelt und ich einen Blick Richtung Himmel werfe, sehe ich Sterne. Endlich gutes Wetter!

Dead Vlei 1Heute steht jedoch keine Dünenbesteigung als erstes auf dem Programm, sondern der Besuch der Dead Vlei. Dies ist eine recht große Fläche, auf der eine Menge toter Bäume herumstehen. Klingt zunächst nicht spannend, aber die Fotos, die ich bisher gesehen habe, waren viel versprechend. Nachdem wir den Jeep auf dem entsprechenden Parkplatz abgestellt hatten, stand noch ein Fußmarsch von etwas mehr als einem Kilometer an. 

Der Anblick ist völlig bizarr und Größenverhältnisse verschwimmen. Von weitem sieht die Dead Vlei recht übersichtlich aus: eine kleine Fläche mit ein paar toten Baumstämmen, umringt von ein paar Dünen. Je näher man kommt, desto größer wird das Ganze. Menschen, die sich bereits dort auf der Fläche befinden, lassen die reellen Größen erst richtig erkennen. Es mag an den 50-100 Meter hohen Dünen liegen, die den Eindruck täuschen. 

Wir sind sehr früh da und außer uns gibt es noch eine Hand voll weiterer Personen, die ihre Fotos schießen. Die Stille ist absolut bemerkenswert. Außer dem Rauschen des Windes hört man absolut nichts. So etwas ist für mich als Stadtmensch (der in einer ruhigen Gegend wohnt) immer wieder auffällig und wohltuend erholsam.

Die abgestorbenen Bäume sind mit dem hellen Untergrund, den orange-roten Dünen und dem blauen Himmel ein willkommenes Fotomotiv und irgendwie fällt es mir schwer, die Kamera irgendwann doch einmal aus der Hand zu legen :)

Dead Vlei 2Dead Vlei 3

Als es langsam zu heiß in der Dead Vlei wird, als die Sonne immer höher steigt, treten wir den Rückweg an. Das war genau das richtige Timing, denn uns kamen Busladungen von Touristen entgegen. Wieder einmal freuen wir uns, alleine zu reisen. 

Computer in der SossusvleiDen Tag verbringen wir wieder unter demselben Baum in der Sossusvlei wie gestern und versorgen die kleinen Vögel wieder mit Wasser, das auch gerne angenommen wird. Die Kleinen wissen wohl, dass wir ihnen nichts tun und so springen sie den ganzen Tag um unsere Füße herum, während wir wieder lesend und iPod hörend unter dem Baum im Schatten sitzen.

Den Abend wollten wir diesmal nicht in der Sossusvlei Lodge essen, sondern lieber ein letztes Mal ein Lagerfeuer unter afrikanischem Himmel genießen.

27. Tag: Sossusvlei

17.10.2007 - 21:54
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Die Umstellung von Dachzelt auf Bett geht sehr, sehr einfach. Umgekehrt ist das nicht so einfach. die Nächste in der Seserim Campsite verbringen wir wieder im Dachzelt. Irgendwie scheint alles sehr eng und hart zu sein. Ich dachte immer, dass es in der Wüste nachts kalt wird. Irgendwie müssen die aufgezogenen Wolken dieses Phänomen verhindert haben. Und so machen wir uns um 4.30h fertig für die Fahrt zu den großen, roten Dünen.

Die Straße in die Sossusvlei glich sehr lange einem Martyrium der Reifen und der Federung. Dies hat ein Ende. Die Straße ist komplett neu geteert worden. Ein Schild am Ausgang der Sossusvlei berichtet, dass dies im Oktober 2005 passiert sein soll. 

DünenkammSonnenaufgang in der Sossusvlei

Als wir in der Sossusvlei ankommen, geht gerade die Sonne auf und die aufreißende Wolkendecke erlaubt einen Blick auf eine fantastisch beleuchtete Dünenlandschaft. Der Aufstieg auf die (übliche) Sossusvlei-Düne wird dadurch nicht ganz so schmerzhaft. 

DünenaufstiegApropos Aufstieg. Mein GPS (inkl. Höhenmeter) zeigt an, dass man bei einer Laufstrecke von 300m etwa 100m an Höhe gewinnt, was einer Steigerung von 30% entspricht. Wenn man dazu noch bedenkt, dass man teilweise beim Gehen in den Sand einsinkt, kann man sich ausrechnen, dass der Aufstieg ein gewisses Maß an Kondition und Fitness erfordert. 

Oben angekommen und nach einer Verschnaufspause können wir den Ausblick richtig genießen, auch wenn die Wolkendecke dichter wird und es ein paar wenige Tropfen regnet. Wann hat man schon einmal Wolken in der Sossusvlei?

Natürlich muss der Abstieg klassisch quer zur Düne verlaufen. Jede Anstrengung war vergessen. Es macht einen Riesenspaß, die Düne herunterzulaufen und dabei mit großen Schritten tief in den Sand einzutauchen. Wenn der Aufstieg nicht so anstrengend gewesen wäre und inzwischen die Besuchermassen hier einströmen würden, hätte ich das gerne noch einmal gemacht.

"Sandsturm"Wir verbringen den Tag in der Sossusvlei unter einem schattigen Baum, während ich dies hier tippe und eines der mitgebrachten Bücher lese.

Die Wolkendecke reißt nicht mehr auf und so gibt es auch keine guten Sonnenuntergangsfotos, als wir gegen 16.30h Richtung Camp aufbrechen. Im Gegenteil. Nachdem wir vom Essen in der Sossusvlei Lodge zurückkommen (diesmal war der Service besser), blitzte und donnerte es aus Richtung Sossusvlei zu uns herüber und der Wind wird böig. Das hält auch die ganze Nacht an, wobei die Temperaturen nicht merklich sinken. 

26. Tag: Walvis Bay/Sossusvlei

16.10.2007 - 21:51
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Robbe auf Boot

Früh aufstehen ist angesagt. Alles verladen, auschecken, Frühstücken und um 7:45h losfahren, um 8:20h mit dem Boot loszufahren. Die Tour macht wieder Spaß. Ganze vier Stunden heizen wir über das recht wellige Meer und zu meiner großen Freude entdecke ich die vermissten Robben von Cape Cross in Walvis Bay. Tausende Robben leben nun hier permanent. Meine Lieblingsvögel - die Pelikane - sind auch reichlich vor Ort und damit ist der Tag gerettet, auch wenn sich nicht allzu viele Delfine einfinden wollten. Nach der Fahrt gab es das obligatorische Austernessen. Sehr lecker.

Robben bei Walvis bay

Bevor es in die Sossusvlei ging, mussten wir ein Rad reparieren lassen, das seit zwei Tagen über Nacht die komplette Luft verliert. Das Thema war aber in wenigen Minuten erledigt und zudem auch noch spottbillig. Ebenso schnell haben wir die Kamera von Elroy von der Okonjima Lodge beim Fachhändler zur Reparatur abgegeben. 

Die Fahrt zur Sossusvlei war traumhaft. Als wir in den Kuiseb-Pass an der C14 überqueren, müssen wir das eine und andere Mal einfach anhalten, um die Landschaft zu genießen.

Ebenso ist der Namib Naukluft Park landschaftlich sehr, sehr ansprechend. Wir bedauern ein wenig, dass uns die Zeit fehlt, hier länger zu bleiben, aber unsere vorgebuchte Campsite wartet und außerdem wollen wir morgen in die Sossusvlei.

Kuiseb PassSonnenuntergang in der Sossusvlei

Der Parkangestellte, der die Campsites verwaltet, ist reichlich demotiviert etwas zu tun. Die Campsite zu bekommen entwickelt sich zu einem recht langen Vorgang. Ohne Voucher geht gar nichts und außerdem muss der Eintritt in den Park sofort entrichtet werden. Das alles zu verwalten, dauert seine Zeit. Schließlich bekommen wir Campsite 17 zugewiesen.

Nach unserem Kenntnisstand kann man in der Sossusvlei Lodge zu Abend essen, auch wenn man kein Gast ist, sondern von dem benachbarten Campingplatz herüber kommt. Dieses Mal stellen sich die Angestellten ein wenig an. Man müsse erst prüfen, ob dies möglich sei. Alles ganz wichtig. Natürlich waren noch Kapazitäten frei, denn wir hätten auch ohne Reservierung auf Wunsch noch ein Zimmer der Lodge bekommen können. Dann mussten wir uns noch umsetzen, weil bestimmte Plätze nur den Gästen der Lodge vorbehalten sind. Zu dumm, dass dies einigen Angestellten nicht bewusst ist, die uns bereits Getränke serviert hatte. Das Essen war - wie immer - absolut einmalig. Ich frage mich immer wieder, wie sie es logistisch hinbekommen, so ein reichhaltiges und frisches Buffet in dieser Einsamkeit zu zaubern.

25. Tag: Swakopmund

15.10.2007 - 21:48
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Das Frühstück im Beach Lodge geht meiner Meinung nach um einiges über ein "Continental Breakfast" hinaus. Verschiedenste Brotsorten, Brötchen, Obst, Joghurt, Wurst, Eier und Marmelade sind sehr reichhaltig vorhanden.

Der Versuch, heute eine Bootstour zu buchen war von Erfolg gekrönt. Wir fahren wieder mit LEVO, die spontan zwei Plätze für den morgigen Tag für uns frei hatten.

Mobilfunkmast in Swakopmund

Zurzeit wird das Beach Lodge erweitert und dementsprechend gibt es Baulärm, der pünktlich um 9h beginnt. Wann die Jungs Feierabend machen kann ich nicht sagen, schließlich verbringen wir die Zeit trotz der sibirischen Temperaturen nicht im Hotelzimmer. 

Mobilfunkmast in Swakopmund 2

Nach einem Spaziergang am Meer schauen wir uns zunächst die namibianische Designalternative zu den gewöhnlich langweiligen Mobilfunkantennen an. Damit der Bevölkerung und den Besuchern nicht das in Deutschland allzu bekannte Design von langweiligen grauen Mobilfunantennen zugemutet wird, hat man sie kurzerhand braun gestrichen und mit künstlichen Palmenzweigen versehen. Um das Bild zusätzlich aufzulockern, wurden einfach einige echte Palmen herum gepflanzt. Und so entsteht eine Oase der Kommunikation.

 

Swakopmund ZentrumSwakopmund Zentrum 2Swakopmund Zentrum 3

The Jetty in Swakopmund

Swakopmund selbst hat sich seit meinem letzten Besuch nicht sehr verändert. Die Häuser sind weiterhin in freundlichen und bunten Farben gestrichen und die Menschen allesamt freundlich. Neu für mich war, dass die Jetty teilweise renoviert und begehbar ist. Sehr nett.

Holzmarkt in Swakopmund

Auf dem Holzmarkt ist Treffpunkt für Händler und Touristen :) Es werden die Käufer angegraben und es wird geschachert, was das Zeug hält. Das eine oder andere Souvenir geht auch in unseren Besitz über. Ich fürchte, dass wir bei der Abreise Übergepäck zahlen müssen.

Abends muss zwingend der Kamin im Zimmer ausprobiert werden. Er funktioniert :)

24. Tag: Cape Cross/Swakopmund

14.10.2007 - 21:46
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Paul auf Leopardensuche

An diesem Morgen geht es zur Pirschfahrt zu den Leoparden. Die Sache gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn das Gebiet, das den Tieren zur Verfügung steht ist sehr groß. Trotz Senderhalsband hat Paul gute 1,5h gebraucht, um den Leoparden zu orten und uns dorthin zu fahren.

Leopard bei Okonjima

Okonjima ist und bleibt eines der Highlights auf der Reise.

Die Pirschfahrten in Etosha waren ausführlicher als geplant und so müssen wir Tanken. Wir weichen von der geplanten Route ein wenig ab. Der neue Weg führt uns zurück über Otjiwarongo, danach auf die C33 und C36. Vor Swakopmund wollen wir noch Cape Cross einen Besuch abstatten und so ist das die beste Route. Praktischerweise gibt es oftmals Geldautomaten (sie heißen in Namibia ATM) an vielen Tankstellen und so ist es kein Problem, das nötige Bargeld für die Tankfüllung anzuheben.

Der Weg führt uns am Brandberg vorbei. Den finde ich eher nicht so spektakulär. Landschaftlich finde ich die Hochebene zwischen Uis und der Küste viel interessanter.

Cape Cross stellt sich als Reinfall heraus. Es war nur noch ein Bruchteil der Robben an diesem Ort. Zum Vergleich diese beiden Bilder, eines von 2003 und eines von 2007.

Cape Cross 2003Cape Cross 2007

Das Beach Lodge Hotel in Swakopmund ist traumhaft. Mitten in einem Neubaugebiet liegt es direkt an der Küste. Alle Zimmer haben Meerblick und das Meer ist vielleicht 30-40m vom Zimmerfenster entfernt. Unser Zimmer war mit einem Kamin ausgestattet. Holz und Anzünder konnte man für 20 N$ bei der Rezeption kaufen. Das Highlight des Zimmers ist das kreisrunde riesige Fenster direkt vor dem Bett. 

Ein Problem gibt es allerdings. Es ist arschkalt. Die Temperatur entspricht bei weitem nicht mehr dem, was wir in den letzten drei Wochen gewohnt waren. Von sehr angenehmen 38-42 Grad staubtrockener Hitze kommen wir an ein Ort mit etwa 15 Grad. Das war keine Freude. Eine heiße Dusche musste das Schlimmste abfedern. Eigentlich wollten wir morgen eine Bootstour machen, aber leider war es zu spät, um jemanden der einschlägigen Firmen zu erreichen. 

23. Tag: Okonjima Lodge

13.10.2007 - 21:44
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Sonnenaufgang bei Okaukuejo

Das war es. Etosha ade! Ich glaub nicht, dass wir noch einmal diesen Park besuchen werden. Bevor wir uns unserem nächsten Ziel zuwenden, fahren wir zu dem Baum, den ich gestern bei meiner Rundfahrt entdeckt habe und der sich als Sonnenaufgangsbild eignet. Es is ein wenig bewölkt. Dazu kommt, dass der Tor-Guard es sehr genau nimmt mit dem Aufschließen des Tores zur angegebenen Zeit. Ich sah schon alle Hoffnung auf ein gutes Sonnenaufgangsbild schwinden. Aber es hat gerade alles gepasst. Die Sonne stand im besten Winkel am Himmel, die Wolken haben sich kurzzeitig verzogen und so bekam ich mein Bild. Eigentlich sollte es dann gleich wieder zurück zum Camp gehen. Wir mussten schließlich noch alles zusammenpacken. Stattdessen ging es noch einmal kurz entschlossen zum Wasserloch  "Okondeka". Schließlich leben da Löwen. Trotz einigen Wartens konnten wir die Szene von gestern nicht wiederholen, bei der das Löwenrudel an meinem Auto vorbeiging. Wir bekamen in einiger Entfernung noch einen männlichen Löwen zu Gesucht. Das war für uns ein gelungener Abschied von Etosha. 

Nachdem wir kurzerhand alles zusammengepackt hatten, erwartete uns Okonjima. Auf dem Weg aus dem Park standen Giraffen, Zebras und Impalas Spalier, um uns zu verabschieden. Damit sollte der Teil unserer Reise mit wilden, nicht kontrollierten und unabhängigen Tieren enden. Bei dem Gedanken wurde es mir schon schwer ums Herz, wenngleich uns neue aufregende Dinge erwarten.

 Okonjima Lodge 1Okonjima Lodge 2Okonjima Lodge 3

Gepard auf der Okonjima LodgeIn Okonjima angekommen fühlen wir uns gleich wohl. Die Atmosphäre, die dort geschaffen wir, ist einfach grandios. Bis zur Pirschfahrt zu den Geparden und dem anschließenden Sundowner ist noch ein wenig Zeit, die wir für Fotos und Panoramen nutzen und um uns ein wenig umzuschauen. Paul - unser Führer auf dieser Tour macht seine Sache sehr gut. Ein wenig schade finde ich, dass die Geparden nicht mehr auf das Auto springen, um ihre Fleischration zu bekommen, auch wenn ich Paul Recht geben muss, was die schwierige Konditionierung von Geparden und Autos in Bezug auf das Futter betrifft. 

Gepard auf der Okonjima Lodge 2Der Himmel zieht sich zu und es beginnt leicht zu regnen. Unglaublich in mehrerer Beziehung. Zum einen sind wir nicht ohne Absicht im trockensten Monat hierhin gereist - und zwar um Wolken und Regen die ganzen vier Wochen aus dem Wg zu gehen. Jetzt regnet es schon zum zweiten Mal innerhalb unserer Reise. Erst in Moremi und jetzt hier. Auf der anderen Seite ist das der erste Regen seit April und wir durften ihn miterleben. Und so wird der Sundowner halt in der Lodge eingenommen. Wir lernen wieder eine Menge nette, interessante, offene und freundliche Menschen kennen und der Abend endet mit einem wilden Erfahrungsaustausch an Reiseerfahrungen und Tipps.

22. Tag: Pirschfahrt um Okaukuejo

12.10.2007 - 21:39
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In jeder Rezeption des Etosha Parks gibt es ein Buch, in dem Besucher ihre Beobachtungen verzeichnen können. Dort haben wir gestern entdeckt, dass häufig viele Sichtungen von Löwen am Wasserloch "Okondeka" vorgekommen sind. Also ist dies heute das erste Ziel. Um 6.20h wird das Tor geöffnet und los geht es!

Löwenzärtlichkeiten

Morgens ist alles noch so ruhig. Viele Tiere scheinen mit dem Sonnenaufgang erst aufzuwachen und so geht alles gemächlich voran. Die Giraffe am Wegesrand frühstückt und lässt sich durch mich nicht beeindrucken. Kurz vor "Okondeka" sehe ich sie: Löwen! Zwei männliche und ein offensichtlich schwangeres weibliches Tier. Sie gehen 3 Meter an meinem Auto vorbei und lassen sich in einiger Entfernung unter einem Baum nieder.

Während ich dies hier tippe (S18°99.439' E15°51.866') sehe ich auf "Okondeka" und tausende Vögel fliegen um mich herum, um ihre Mahlzeit für den Tag zu fangen - oder einfach um wie wild herumzufliegen.

Zurück im Camp geht es wild am Wasserloch zu. Eine Herde Elefanten sind angekommen und haben die unzähligen Impalas, Kudus und Oryx-Antilopen kurzerhand vertrieben. Erst einmal in Besitz genommen, baden und spielen die Dickhäuter ausgelassen. Vor allem den Kleinen ist ein deutlicher Spieltrieb anzumerken. Eigentlich bin ich zurück ins Camp um zu frühstücken, aber das wird kurzerhand in ein Brunch umgewandelt. Die Elefanten sorgen für den einen oder anderen Lacher. So macht ein Kleiner es einem Großen nach und läuft munter auf eine Gruppe Impalas zu, um sie zu verscheuchen. Man kann ihm anschließend anmerken, wie er sich wegdreht und gelegentlich einen verstohlenen Blick in Richtung der scheuen Tiere wirft, um das Ganze zu wiederholen. :)

Elefantenjunges in Okaukuejo

Elefantenjunges in Okaukuejo 2

Wasserloch Ozonjuiti m'Bari

Nach dem Brunch geht es heute mal in den westlichen Teil des Parks. Ich fahre die scheinbar endlose Strecke zum Wasserloch "Ozonjuiti m'Bari". Das ist das für Normaltouristen der westlichste Punkt, den man anfahren darf. Weiter geht es nur mit einem speziellen Permit.

Am Wasserloch angekommen, herrscht hier Chaos. Impalas, Gnus, Zebras, Giraffen, Strauße und Oryxe in einer nicht zu überblickenden Anzahl sind rund um das Wasserloch versammelt und wollen trinken.

Auf dem Weg zu diesem Wasserloch musste ich allerdings feststellen, dass der Zugang zu den Wasserlöchern Adamax, Natco und Leebron gesperrt ist und man keinen Zugang hat. Sehr schade.

Abends war wieder Brot backen im Potjie angesagt. Leichter gesagt als getan, denn Bungalows nahe am Wasserloch haben keine Feuerstelle. Wir haben uns daher hinter das Haus verzogen, um sowohl Kohlen für den Potjie anzufeuern als auch ein Feuer für den Grill zu schüren.

Die abendliche Show am Okaukuejo Wasserloch war wie immer abwechslungsreich. Giraffen, Elefanten, Hyänen und sogar eine Löwin fanden sich ein, um ihren Durst zu stillen. Die Hierarchie zwischen den Tieren wird sehr deutlich. Die Elefanten mögen de Löwen nicht (wahrscheinlich wegen ihrer Jungtiere). Die Nashörner mögen als Einzelgänger eh niemanden, schon gar keinen ihrer eigenen Art. Und das alles vor der Haustür.

21. Tag: Pirschfahrt nach Okaukuejo

11.10.2007 - 20:39
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Elefanten am Wasserloch Nebrowni

Wir packen alles zusammen und fahren Richtung Okaukuejo. Die Straße ist wie leergefegt. Es sind kaum Tiere in Sicht, egal, welches Wasserloch wir anfahren. Hier ein paar Impalas, dort vereinzelt ein Zebra.

Elefanten am Wasserloch Nebrowni 2

Kurz bevor wir in Okaukuejo ankommen, sehen wir schon von weitem weitere Elefanten am Wasserloch "Nebrowni". Hier hat der Schlamm die Farbe von Kalk und so sehen die eingeschlammten Elefanten alle aus wie Gipsstatuen, als sie nach ihrem Bad regungslos in der Sonne stehen, um zu trocknen.

In Okaukuejo habe ich ein Luxus-Bungalow gemietet, um näher am Wasserloch zu sein. Vor vier Jahren war es so, dass man ein ganzes Haus bekommen hat. nach der Renovierung ist das nicht mehr so. Das Haus ist in der Mitte geteilt worden und jede Parte hat quasi eine Doppelhaushälfte. Diese Doppelhaushälfte besteht aus einem Schlafzimmer und einem Bad. (Anmerkung: Panoramabild folgt) In dem Schlafzimmer ist ein Kühlschrank untergebracht. Eine Anrichte für das Zubereiten von Mahlzeiten oder eine Spüle gibt es nicht. Offensichtlich geht die Parkverwaltung davon aus, dass jemand, der sich diese Unterkunft leistet, grundsätzlich im Restaurant essen geht. Ebenso fehlt eine Feuerstelle. Es mag jedoch sein, dass im Rahmen der Renovierung, die noch nicht abgeschlossen ist, eine Feuerstelle vorgesehen ist.

Giraffe in Etosha

Nach dem Einchecken, der Schlüsselübergabe und einer kurzen Inspektion des hauseigenen Wasserlochs fahren wir los Richtung "Olifantsbad". Kaum sind wir da, sehen wir eine Giraffe trinken. Das ist ein bis dahin eher seltener Anblick in dieser Reise. Mir ist noch nicht klar, was Giraffen aufschrecken lässt. Autos und deren Geräusche scheint es nicht unbedingt zu sein.

Das Gate schließt um 18.50h und so müssen wir wieder los. Auf dem Weg zum Camp sehen wir, dass alle Elefanten weitergezogen sind. Just in time passieren wir das Gate, bevor es hinter uns geschlossen wird. :)

Giraffen am Wasserloch in Okaukuejo

Am Wasserloch des Camps stehen einige Giraffen unschlüssig herum und inspizieren es argwöhnisch. Wir beschließen, einen kurzen Imbiss vorzubereiten und den Abend am Wasserloch zu verbringen. Als wir zurückkommen, ist es passiert. Die Giraffengruppe trinkt. Es sind neun Tiere, die sich an das Wasser begeben haben. Giraffen haben kaum Feinde. Die gefährlichste Aktion für sie ist das Trinken. Damit sie ihren langen Hals zum Boden bewegen können, müssen sie ihre Vorderbeine spreizen. In dieser Position sind sie angreifbar. Dementsprechend nervös sind sie. Ihre Trinkphasen werden oft durch Aufschrecken und plötzliches Aufrichten unterbrochen. Dabei erschrickt nie die ganze Gruppe, wie es in anderen Herden üblich ist, sondern jedes einzelne Tier hat offensichtlich individuelle Warnsignale, auf die es reagiert. Dementsprechend lange dauert die Prozedur.

Es geht zu wie bei einer Tankstelle. Nachdem die Giraffen die Bühne verlassen hatten, kommen zwei Nashörner, danach eine Hyäne und ein Elefant.

Elefant mit Baum
Pavianjunges
Lagerfeuer in Savuti
Felsenkirche in Lüderitz 2
Staußeneier auf der Anub Lodge
Toyota Condor
The Jetty in Swakopmund
Wasserbock (3)
Giraffe in Okonjima
Überfahrt über die 4th Bridge
Seeadler auf dem Okavango
Nest Hotel in Lüderitz
kleine Pavianfamilie
Webervogelnest auf der Anub Lodge 2
sandiger Weg in Richtung Chobe
Elefantenjunges (2)
Fingerzeiger
Camp Kwando
Sonnenuntergang in Swakopmund
New Xade 2
Elefant bei der Morgentoilette

Übersicht

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