03. Tag: CKGR Piper's Pan

12.09.2009 - 22:29
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Vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker. Wir haben heute einiges aufzuholen. Der ursprüngliche Plan, bis nach Ghanzi zu fahren, hatte sich wegen des Defekts am Auto in Luft aufgelöst. Bis Ghanzi sind es etwa 200 km. Hier kaufen wir noch einige wenige Sachen ein und holen am Geldautomaten (ATM) botswanische Pula. Es ist Samstag und der ganze Ort scheint auf den Beinen zu sein. Autos mit großen montierten Lautsprechern auf den Dächern fahren durch die Straßen und verkünden das Wahlprogramm eines Kandidaten. Offensichtlich wird hier bald gewählt.

Wir machen uns auf Richtung Xade. Hier ist der Eingang zum CKGR (Central Kalahari Game Reserve). Laut unserem Kartenmaterial erwarten uns einige schwer zu fahrende Passagen. Das Material scheint aber nicht auf dem neusten Stand zu sein, denn die "schweren Passagen" bleiben die bis New Xade aus. Eine gut gepflegte Schotterstraße erlaubt uns, mit 90-100km/h die Strecke zu bestreiten. Bei einem kurzen Zwischenstopp freuen wir uns über unser Glück und fragten uns schon, wie die Zeitangaben in den gedruckten Karten von Tracks4Africa zustande gekommen sind.

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Was uns ab New Xade erwartet, sind 150 Kilometer teilweise übelste Sandstrecke, die es schwierig machen, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h zu erreichen. Hier ein kleiner Eindruck von der Strecke:

Das Xade-Gate ist unbesetzt... also tragen wir uns schlicht eigenmächtig in das Besucherbuch ein und fahren weiter. Die Strecke wird nicht besser und der Nachmittag neigt sich langsam dem Ende zu. Nach einer langen, anstrengenden und sehr strapaziösen Fahrt kommen wir dann kurz nach Sonnenuntergang in der Piper's Pan an. Damit sind wir wieder im Plan, auch wenn wir die Zentralkalahari bisher nicht in einem Gamedrive genießen konnten.

Auf den letzten Metern zu unserer Campsite werden wir von einem entgegegen kommenden Fahrzeug auf ein Rudel Löwen aufmerksam gemacht, dass in kurzer Entfernung zu sehen sei. Dies können wir uns nicht entgehen lassen! Auch wenn es bereits zu dunkel für ein Foto ist, entschädigt der Anblick von zwei männlichen, einem weiblichen und mehreren jungen Löwen für die Strapaze des heutigen Tages. Auch in unserer heutigen, sehr technisierten und infrastrukturell gut organisierten Welt haben wir - den Tag des Fluges mitgerechnet - drei Tage gebraucht, um in unser Zielgebiet zu gelangen. Wenn es hilft, die Natur hier zu bewahren, ist es gut so.

Der beschwerliche Weg in die Piper's Pan hat Folgen: wir mussten den Verlust von sechs Savanna und einer Flasche Wasser beklagen.

Etwas richtig vernünftiges hat in den letzten drei Tagen niemand von uns gegessen. Umso mehr freuen wir uns auf ein Lagerfeuer und Grillen. Das Brüllen eines Löwen untermalt unseren ersten Abend am Feuer, als wir den Tag bei einem (verspäteten) Sundowner ausklingen lassen.

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Elefant mit Baum
New Xade 2
Fischer am Chobe
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Baum im Dead Vlei
Camp Kwando
Strauße am Straßenrand
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Löwe Okonjima Lodge 4
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Mahangu Lodge
links nach Namibia, rechts nach Zimbabwe
Lüderitz
Dünenaufstieg in der Sossusvlei
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