Nach einem insgesamt 10 ständigen Flug sind wir endlich in Windhoek gelandet. Naja, es war eher die Umgebung von Windhoek, denn der Flughafen ist etwa 50 km vor der Hauptstadt irgendwo im Nichts gebaut. Namibia ist bekannt für sein "Nichts" und während der Landung haben wir gleich den ersten Eindruck bekommen. Passkontrolle und Mietwagenübergabe war ein langwieriges Muss, aber nach etwa 1,5h war auch das erledigt. Auf ging es mit unserem Toyota Condor.
Er ist von der Form etwa mit einem "Opel Zafira" vergleichbar. Auch wenn wir es schon in Südafrika praktiziert hatten, ist der Linksverkehr mit einigen motorischen Schwierigkeiten verbunden. Das größte Problem ist es, nicht den Scheibenwischer als Richtungsanzeiger zu verwenden, sondern den für europäische Verhältnisse seitenverkehrt angebrachten Blinkerhebel zu nehmen.
Das Kartenmaterial war brauchbar und so kamen wir eine gute halbe Stunde später im "Windhoek Country Resort" an. Der Weg dorthin war weitestgehend langweilig und unspektakulär. Aber das Hotel war sehr schön. Wir waren hellauf begeistert. Die Zimmer sind sauber, hell und geräumig und entsprechen einem europäischen 4-Sterne-Niveau. Hinter dem Hotel ist ein recht großes Areal mit Sonnenliegen angelegt. Die Pool-Bar ist sowohl vom Pool als auch zu Land erreichbar. Das Ganze wird von einem Ring aus Wasser umschlossen, der mit einer leichten Strömung versehen ist, so dass man sich auf aufgepumpten Autoschläuchen seinen Drink genießend langsam treiben lassen kann.
Wir sind aber nicht etliche tausend Kilometer geflogen, um den Urlaub im Hotel zu verbringen und so ging es auf in die City. City ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen, denn Windhoek hat die Größe und die Einwohnerzahl Hernes und das ist nicht unbedingt das, was man Metropole nennen kann. Aber genau das macht die Stadt sympathisch.
Zum Standardbesichtigungsprogramm gehört auf jeden Fall die Kirche, die Statue und das Fort. Praktischerweise liegen diese drei Besichtigungspunkte direkt nebeneinander.
Auch hier fällt dem reizüberfluteten Mitteleuropäer auf, dass "höher, schneller, weiter" hier keine allzu große Bedeutung hat. Erholung ist vorprogrammiert :-)
Auf dem Weg zurück in die City (einfach nur die Straße 200m folgen), kommen wir an einem kleinen Holzschnitzermarkt vorbei. Diesmal haben wir uns vorgenommen, endlich nachzuholen, was wir in Südafrika verpasst haben: eine Holzgiraffe zu kaufen. Wir werden aber nicht wirklich fündig und gehen noch ein wenig bummeln und afrikanisches Großstadtgetümmel genießen.