Heute stand ein Besuch des Victoria Markets an. Auch der war fußläufig erreichbar. Was mir erstmalig bei dem Marsch dorthin aufgefallen ist, war, dass es immer weniger Weiße gab, je weiter wir uns vom Touristenzentrum "Strand" entfernten und je näher wir dem Markt kamen, bis wir weit und breit die einzigen weißen Gesichter waren. Dies war bestimmt nicht bedrohlich, aber es ist mir halt aufgefallen. Diesmal war ich in der ungewohnten Position, einer Minderheit anzugehören. An dieser Stelle kann ich jedem Fremden, der in unser Land kommt, nur großen Respekt aussprechen, sich so einer Situation auszusetzen.
Ich fühlte mich zu keiner Zeit in irgendeiner Form bedroht oder gefährdet oder hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Im Gegenteil. Auf dem Markt wurden wir eingeladen, Dinge zu besehen und zu kaufen. Wenn ich freundlich abgelehnt habe, wurden wir von diesem Händler auch in Ruhe gelassen und konnte in aller Gemütlichkeit über den Markt schlendern. Bei der Gelegenheit habe ich ein paar Gewürze eingekauft, die mir noch lange Freude bereitet haben. Eher unangenehm ist mir dann eher die deutsche Reisegruppe aufgefallen, die im Laufe des Besuchs eingefallen ist. Das war der Zeitpunkt, an dem wir uns wieder verabschiedet haben.
Auf dem Rückweg sind wir noch Richtung Hafen gegangen, haben die Vasco da Gama Clock besichtigt und sind ein paar Bettlern aus dem Weg gegangen. Vielleicht war es naives Glück, das wir hatten, dass uns nichts passiert ist. Ich denke aber eher, dass alles nicht so heiß gegessen wie gekocht und dass vieles Übertrieben wird.
Durban hat an der Strandpromenade ein eigenes Sea World, in dem Pinguine und Robben dressiert werden. Die Show war sehr gut und das Personal hat sich aufopfernd um die Tiere gekümmert.
Eines habe ich leider nicht einhalten können: ich hatte mir vorgenommen, nach Durban zurückzukehren, um neue Gewürze zu kaufen, wenn die mitgebrachten aufgebraucht sind. Hat leider nicht geklappt...