05. Tag: Game Drive

25.09.2007 - 17:54
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Paviane am MorgenPünktlich um 6h fielen die Paviane in unser Camp ein und haben die Bäume genutzt, um den Tau von den Blüten zu trinken und Blätter und Blüten zu essen. Natürlich sind die Viecher auch völlig schamlos und greifen sich alles, was nicht niet- und nagelfest am oder im Auto verstaut wurde. Ich habe vergessen, die Fahrertür zu schließen und *SCHWUPPS* war einer der Racker im Auto. Er ließ sich aber schnell vertreiben - ohne Beute :)

Bee-EaterAuf dem vormittaglichen Gamedrive ist nicht viel passiert. Zurzeit scheint es nicht viele Tiere in Moremi zu geben, zumindest nicht in der Umgebung der 3rd Bridge. Aber ganz ohne "Beute" sind wir nicht geblieben. Einige Giraffen, Gnus, Zebras und Impalas kreuzten unseren Weg.

Für den nachmittaglichen Gamedrive haben wir uns den Mbomba-Loop ausgesucht, der in der Nähe der 3rd Bridge startet. Wir starteten kurz vor 17h, fast zu spät, wie sich herausstellen sollte.

verbrannter WegDer Loop war recht ereignislos. Es waren kaum Tiere zu sehen. Dafür war die Strecke sehr einfach befahrbar. Das Gelände am Rand des Weges war teilweise verbrannt. Der Brand kann nicht vor allzu langer Zeit ausgebrochen sein, denn die Luft roch nach Ruß. Die Sache mit der Ereignislosigkeit galt zumindest für den ersten Teil. Es änderte sich schlagartig auf dem Rückweg. Der Pfad ging durch einen Wald und die Wege waren sehr verschlungen. Oftmals mussten wir uns Ausweichwege suchen, weil umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Es wurde langsam dunkel und es war noch recht viel Weg übrig. Also bin ich so schnell wie möglich gefahren, als Kristin plötzlich rief: "Vorsicht Elefanten!!" Ich legte eine Vollbremsung hin, gerade noch rechtzeitig, damit ein junger Elefant zur Seite springen konnte. Seine Mutter fand das eher nicht witzig. Langsam fuhr ich zurück und überlegte, was wir denn nun tun sollen. Vor uns lag eine recht tiefsandige Strecke, rechts und links wurde sie von je drei Elefanten gesäumt, die genüsslich aßen. Trotz des laufenden Motors und der Vollbremsung schienen sie uns zu ignorieren und sich lieber ihrem Abendbrot zu widmen. Also legte ich den Low-Gear ein und fuhr langsam und beständig durch die Gruppe, auf die Reaktion der Elefanten achtend. Der eine oder andere machte seinen Unmut durch seine Gestik deutlich, aber insgesamt ließen sie uns in Ruhe und aßen lieber weiter. Das war ziemlich aufregend!

Zurück im Camp stand heute das Grillen sämtlichen Fleisches an, das wir in Windhuk gekauft hatten. Leider ist der Gefrierschrank von HH nicht zum Frieren, sondern nur zum Kühlen geeignet und gegrillte Fleisch hält sich nun einmal gekühlt länger. 

In der Ferne zog ein Gewitter auf. Wetterleuchten und Blitze zuckten gelegentlich vom Himmel. Es war etwa 15km entfernt und so störte es uns weniger, zumindest so lange, bis bei uns ein feiner Nieselregen einsetzte. "Pula" bedeutet in der Landessprache "Regen" und ist gleichzeitig der Name der Landeswährung. Wir erlebten also etwas Pula in Botswana. Dies ist recht untypisch für diese Jahreszeit. Glücklicherweise war es aber auch nur ein kurzes Wetterintermezzo. 

Gelbschnabeltokkos in Moremi

Gelbschnabeltokkos in Moremi
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Gelbschnabeltokko in Moremi

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Gelbschnabeltokko

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04. Tag: Fahrt zur 3rd Bridge

24.09.2007 - 17:47
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Toyota Hilux mit geöffnetem DachzeltNach der ersten Nacht im Dachzelt haben wir es ein wenig ruhiger angehen lassen. Gegen 7h standen wir auf, haben Frühstück gemacht und den Wagen zweckmäßiger umgepackt, so dass wir schneller an die oft benötigten Sachen kommen konnten.

Am Abend zuvor war es zu spät, den Parkeintritt zu bezahlen. Dies haben wir schnell erledigt und dann ging es los. Die Landschaft zwischen South Gate und 3rd Bridge ist sehr bizarr. Viele abgestorbene Bäume/Wälder säumten unseren Weg. Zwischendurch wurden wir von Impalas und verschiedenartigen Vögeln (z.B. Gelbschnabeltokos) aufgehalten, die alle bestaunt werden wollten. Letztlich haben wir auf diesem Weg aber nicht allzu viele Tiere gesehen.

Es ging langsamer voran, als gedacht. Schneller als 20-30km/h im zweiten Gang und Allrad waren nicht drin, zumal die Strecke an manchen Stellen recht tiefsandig war. So passierte, was passieren musste: auf dem letzten Stück vor 3rd Bridge fuhren wir uns fest. Nichts ging mehr. Bevor wir aber den Wagen freigeschaufelt hatten, kam ein freundlicher Südafrikaner, der uns kurzerhand rauszog. Vielleicht hätten wir doch die seitlichen Wege rechts und links des tiefsandigen Stückchens als Warnung nehmen sollen und eher einen von denen befahren sollen. Egal, Lektion gelernt :)

In 3rd Bridge angekommen war der erste Weg in Richtung Dusche, die wir in South Gate wegen Wassermangels nicht nutzen konnten. Gut, dass wir unsere Badelatschen eingepackt haben. Ohne die hätte ich diese Dusche bestimmt nicht freiwillig genutzt. Das Wasser war zwar kalt, aber nachdem man sich daran gewöhnt hatte, war es extrem erfrischend und wusch den Staub von fast zwei Tagen ab. 

Überhaupt: selbst nach diesen ersten zwei Tagen ist so ziemlich alles staubig. Kameras, Computer, Kleidung, Zelt, alles. 

Uns fehlte ein wenig die Energie, nochmals auf Pirsch zu gehen. Das war auch nicht unbedingt nötig. Die Tiere kamen zu uns. Zunächst eine Pavianfamilie mit Kleinkindern, die unter einem Baum spielten. Wir sind zu Fuß bis aus 10m herangekommen und konnten Fotos schießen. Näher ging es nicht, denn dann haben sich die Tiere zurückgezogen und das war ja gerade nicht unser Ziel.

Pavianjunges mit Mutter Chef lässt sich lausen neugieriges Pavianjunges mit Mutter

Sonnenuntergang bei 3rd BridgeLagerfeuer in 3rd BridgeSpäter besuchte uns im Camp noch eine dreiköpfige Elefantenfamilie zum Abendbrot. Es war unglaublich. Wir standen keine 20m von den Tieren entfernt, während sie sich an Bäumen und Sträuchern zu schaffen machten. Sie ignorierten uns solange, bis wir uns von zwei Seiten näherten. Ein missmutiges Kopfschütteln und Schnaufen und uns war klar, dass wir uns doch lieber langsam zurückziehen sollten.

Es ist jedes Mal erstaunlich, wie schnell die Sonne auf- und wieder untergeht. Die Dämmerungsphase dauert etwa 30 Minuten, bevor es richtig dunkel ist. Ein Grund mehr, das Lagerfeuer zu entfachen und der Natur zu lauschen. 

Elefant mit Baum
Leopard auf der Okonjima Lodge 2
Mondlandschaft bei Swakopmund
Elefanten am Auto (2)
Steinbock in Savuti
Holzmarkt in Swakopmund
Erdhörnchen 2
Giraffe in Savuti
Savuti Campsite Hinweisschild
Victoria Falls Hotel
Nashorn am Wasserloch in Halali
Pelikan bei Bootstour 2
Sonnenaufgang am Horseshoe
Robben bei Walvis Bay 2
Dead Vlei
Giraffe
Chillen in Ihaha
Windhoek Country Resort Hotel
Weg zwischen Anub Lodge und Ketmanns Hoop
Pelzrobben bei Cape Cross 6
Statue vor dem Parlament

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