Fingerzeiger

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Pavianbaby

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Pavianfamilie

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13. Tag: Gamedrive Chobe

03.10.2007 - 20:08
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Der Tag fing schon einmal gut an. Wir wollten ein ruhiges Frühstück nach der stürmischen Nacht. Gesagt, getan. Alles war bereit. Alles stand auf dem gedeckten Tisch. Plötzlich war das Brot weg! Wir sahen ihm wehmütig nach, als es im Arm eines Affens verschwand. Die ganzen Tage hatten wir aufgepasst wie die Luchse. Einmal unaufmerksam, schon passiert's. Selber Schuld. Als gab es zum Frühstück nur ein paar Kekse.

GeierWir wollten heute alle Wege entlang des Chobe ausprobieren und sehen, welche Tiere sich ein Stelldichein am Wasser geben. Von weitem sahen wir sie schon: Geier! Sie balgten sich um etwas. Beim Heranfahren stellte sich heraus, dass es sich um einen jungen Kaffernbüffel handelte. Es hing ein penetranter Geruch in der Luft. Die Geier waren schon ziemlich am Werk, stritten sich aber immer noch um die Beute, obwohl für alle mehr als genug da war.

GeierSo schrecklich der Anblick auch war, so fesselnd war es, die Geier und ihre Hackordnung zu beobachten. Ein paar Meter weiter sahen wir im Wasser einen Elefanten. Toll, denke ich, ein badender Elefant. Dem können wir ein wenig zusehen. Allerdings bewegte er sich nicht mehr... Heute scheint der Tag des Todes zu sein.

HornrabeWir fuhren die Puku Flats des Chobe entlang und blieben kurzzeitig stehen, um die Aussicht zu genießen, als es neben uns grunzte. Ein Hippo fraß ganz in aller Gemütlichkeit am Ufer und wir durften zusehen. Es stand vielleicht 6 Meter von uns entfernt und da wir nicht zwischen ihm und dem Wasser standen (und ihm damit den Fluchtweg ins Wasser abschnitten), blieb es ruhig, als wir es eine Zeit lang beobachteten.

BüffelskelettDie Puku Flats sind - wie der Name es schon andeutet - eine flache Ebene. Sie werden nicht nur von den wilden Tieren, sondern auch von den Einheimischen als Weideland genutzt. So dachten wir zunächst bei einer großen Herde an Rinder, die wir in der Ferne sahen. Tatsächlich war es eine riesige Herde Kaffernbüffel. Unzählige Tiere weideten zusammen. So viele habe ich bisher noch nicht gesehen!

LöwinDer Tag war noch nicht zuende mit den vielen Tierbeobachtungen! Denn wir durften ein ganzes Löwenrudel mit Jungtieren beobachten! Es war hinreißend!! Wir standen bestimmt 2h vor den Tieren...

 

Löwenrudel am ChobeLöwe am ChobeLöwenjunges

 

Langsam war es Zeit, Richtung Ihaha aufzubrechen. Vor uns lagen noch 20km Sandstrecke. Inzwischen sind wir beide Allrad-Profis. Dennoch dauert die Strecke ihre Zeit und heute stand noch Brot backen im Potjie an, denn der Affe hatte uns heute morgen unser (gekauftes) Brot geklaut. Blödes Vieh. 

So schnell sind wir dann doch nicht zurück zum Camp gekommen. Uns kam eine Pavianfamilie mit Jungtieren "dazwischen". Es waren mehrere Kleinfamilien, die sich zusammengeschlossen hatten. Die Jungtiere balgten sich und spielten miteinander, dass es die pure Freude war, ihnen zuzusehen. Völlig unbeschwert hatten sie offensichtlich Narrenfreiheit beim Rest des Rudels. Auch wenn sie keine Opossums waren, haben mich die beiden an Eddie und Crash aus "Ice Age 2" erinnert.

PavianjungesFingerzeigEddie und Crash  

Angekommen im Camp dämmerte es schon. Schnell wurden die Sachen für das Brot backen ausgepackt, die Kohle angefeuert und der Teig angerührt. Das Brauchwasser ging zu Ende. Kein Problem denke ich, packe den Brauchwasserkanister und einen leeren 5l-Wasserkanister, den ich zum Umfüllen nutzen wollte und mache mich auf den Weg zu den Waschräumen, die in 50m Entfernung liegen. Auf der Hälfte der Strecke knackte es verdächtig im Unterholz. Das muss bestimmt die Kudu-Familie sein, die wir zuvor gesehen hatten, denke ich und knalle beide Kanister aufeinander, um sie zu verscheuchen. Ein undefinierbares Brummen/Grunzen kam zurück und schlagartig war mir klar, dass es keine Kudus sind. Es war eine Gruppe von vier Kaffernbüffel! Kaffernbüffel können sehr aggressiv sein und so habe ich beschlossen, dass Brauchwasser heute abend nicht mehr so wichtig ist und bin langsam zu unserem Camp zurückgegangen. Die Büffel kamen immer näher und waren offensichtlich ratlos. Eigentlich wollten sie nur zum Wasser. Aber zwischen Wasser und ihnen standen - na wer wohl - wir!

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, habe ich das restliche Holz ins Lagerfeuer geworfen, um die Flammen noch ein wenig mehr anzuheizen. Inzwischen war es stockdunkel und wenn ich sage "dunkel", dann meine ich "dunkel". Schließlich gibt es keine Beleuchtung im Busch. Und Kaffernbüffel sind nun einmal schwarz. Das Einzige, was ich von ihnen gesehen habe, war gelegentlich ein leuchtendes Auge, wenn ich mit der Lampe in ihre Richtung geleuchtet habe. Als sie dann doch bis auf 4-5 Meter an uns herangekommen waren und die ersten den unbesetzten Campplatz neben unserem als Weg zum Wasser auserkoren hatten, haben wir uns dann doch vorsichtshalber mal ein paar Minuten ins Auto verzogen. Eigentlich hätten wir uns das sparen können, denn während ich den Teig für das Brot noch knetete liefen sie bereits an uns vorbei - getrennt durch ein blickdichtes Gebüsch! 

So konnten wir doch noch problemlos das Brot backen, die Porterhouse-Steaks grillen das Lagerfeuer und einen Amarula genießen.

12. Tag: Gamedrive Chobe

02.10.2007 - 19:58
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Nach dem viel versprechenden gestrigen Start am Chobe sind wir gespannt, was uns heute erwartet.

Elefanten im ChobeWir sind den ganzen Tag unterwegs. So viele Elefanten haben wir zuvor noch nie gesehen. Inzwischen ist es einfacher, das Verhalten der Dickhäuter zu interpretieren und so fahren wir des öfteren an den riesigen Tieren in weniger als 10m Abstand vorbei.

Der Tag heute geht wie im Flug zu Ende. Als wir bereits bei einem kühlen Sundownder an unserer Campsite In Ihaha sitzen, laufen die Elefanten am Fluß entlang, um zu fressen. Während wir sie beobachten, fährt ein Fischer mit seinem Sohn auf einem Mokoro den Fluß entlang. Sehr idyllisch!

Wir bekamen sogar Besuch! Vier Warzenschweine kamen vorbei und wollten mal schauen, was sie denn so abstauben konnten. Wir haben uns das Spielchen eine Zeit lang angesehen, um zu sehen, wie nahe sie sich herantrauen. Irgendwann wurde es mir doch zu bunt und so habe ich sie dann doch verscheucht.  

Paviangroße Herden am ChobeIhaha

Als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte, fing es plötzlich an zu stürmen und das nicht zu knapp. Glücklicherweise hatten wir das Dachzelt bereits aufgebaut und brauchten uns nur noch dorthin zurückzuziehen. Andere Camper haben noch das Weite gesucht und wollten nicht unter dem Baum ihrer Site schlafen. Der starke Wind hat unser Auto und uns gut durchgeschüttelt und ließ uns eine Zeit lang nicht wirklich einschlafen. 

Campsite in IhahaElefanten am SonnenuntergangLagerfeuer in Ihaha

11. Tag: Fahrt nach Ihaha

01.10.2007 - 19:54
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Hinweisschild in Savutiauf dem Weg ins Hippo VleiHeute heißt es Abschied nehmen von Savuti. Uns hat die Gegend mit den Tieren außerordentlich gut gefallen. Bevor wir losfahren, wollen wir aber noch an unser inzwischen favorisiertes Wasserloch fahren, an dem wir gestern auch die Löwen gesehen hatten. Das hieß, noch früher aufzustehen. Um 5h klingelte der Wecker und los ging es. Wir waren wohl die ersten, die auf Pirschfahrt gingen. Es ist erstaunlich, was 30 Minuten ausmachen können. Wir haben auf dem Weg zum Wasserloch sehr viele Tiere gesehen, die wir in den vergangenen Tagen suchen mussten. Sie standen einfach am Wegesrand :) : kleinere Kuduherden, Giraffenfamilien, u.v.m.

Am Wasserloch angekommen, wartete bereits ein Elefant auf uns. Ein zweiter gesellte sich hinzu und wir konnten beobachten, wie die Elefanten das von der Wasserquelle bevorzugt haben (es ist ein künstlich angelegtes Loch). Während die beiden tranken, traf eine Gunuherde mit etwa 30 Tieren ein und wartete geduldig, bis die beiden Elis endlich fertig waren. Gnus sind sehr schreckhafte Tiere und es dauerte, bis sie endlich den Mut gefasst hatten, sich dem Wasserloch zu nähern.*

Elefanten am Hippo VleiSkelettknochen bei SavutiIrgendwann wurde es Zeit, uns von dem Wasserloch und deren Besuchern zu verabschieden. Wir sind zurück ins Camp und haben noch kurz gefrühstückt. Ich habe noch ein paar Panoramaaufnahmen (Anm.: die werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht) von Savuti gemacht und dann hieß es wirklich: Auf Wiedersehen Savuti.

Weg nach Ihaha

Der Weg Richtung Ihaha ist beschwerlich. Wer meint, dass die in den Karten eingezeichneten Hauptstraßen unseren Hauptstraßen ähneln, hat sich geirrt, zumindest, was die Nationalparks angeht. Die ersten 70-90km  waren reine Sandpiste, die irgendwann zu einem Pad wurden und die bei Ngoma zu einer Teerstraße wurde. 

Wegzweig nach Namibia oder ZimbabweUnsere Wasservorräte wurden knapp und so mussten wir zunächst in Kasane für Nachschub sorgen. Kasane ist ein nettes Städtchen, aber wir wollten hier nur Vorräte bunkern und zurück in die Natur. Wir kommen eh in wenigen Tagen hierhin zurück. 

Als wir in den Chobe Nationalpark einfuhren, sah der zunächst sehr aufgeräumt aus. Kein Holz lag am Wegesrand herum und es schien, als hätte jemand die Zwischenräume zwischen den Sträuchern gefegt :)

Als wir nach einigen wenigen Kilometern dieses "gefegten" Weges direkt an den Chobe herangefahren sind, war es ein ungeahnter Anblick. 

Löwe nach dem Riss am ChobeIch bin kein religiöser Mensch, aber hier drängten sich Begriffe wie "Paradies", "Garten Eden" oder "Arche Noah" einfach auf. Auf einem weiten Feld, das durch den Chobe durchtrennt wurde, befanden sich riesige Elefantenherden, die im Wasser spielten oder fraßen. Warzenschweine, Löwen, unzählige Vögel, Büffelherden in einer riesigen Anzahl an Tieren wanderten durch diese Ebene. Für alle war Platz. Wer die Trockenheit Moremis oder Savutis erlebt hat, bei der die Tiere keinesfalls genug Wasser hatten und sie in einer recht kargen Savannenlandschaft (die zweifelsfrei einen anziehenden Charme hat), ist Chobe eine Art Offenbarung. 

Auf dem Weg zu unserem Ziel "Ihaha Camp", sahen wir unzählige Tiere: Löwen, Kudus, Impalas, Zebras, Elefanten, Pavianfamilien, Kaffernbüffel und Touristenbomber. Wieder einmal mehr haben wir uns beglückwünscht, alleine unterwegs zu sein. 

Kaffernbüffel
Wir haben bei der Buchung die Campsite CI-3 zugewiesen bekommen. Sie ist ein Traum. Mit direktem Blick auf den Chobe, einem eigenen Grill, Abfallbehälter und nicht weit von den Duschen entfernt ist es ideal. Der Ausblick ist traumhaft.

 

Anm. Kristin: Wir konnten außerdem noch ein einzigartiges Beispiel für den sozialen Zusammenhalt in dieser Gnu-Herde erleben,  als nämlich - ganz am Schluss der Herde, die fertig getrunken hatte und schon wieder weiterzog - zwei alte oder kranke Herdenmitglieder auftauchten, die unendlich langsam und vorsichtig zum Wasserloch nachschlappten. Um sie aber nicht alleine den Gefahren der Umgebung auszusetzen (in unmittelbarer nähe wussten wir ja jetzt von den Löwen), blieben das Leittier und sein (wir nannten es) "Offizier" so lange bei den Beiden, bis auch diese getrunken hatten. Und das zog sich wirklich ewig hin, denn die Gnus schraken bei jedem auch kleineren Tier, das ans Wasserloch kamen, wieder zurück und mussten sich dann erst wieder lange versichern, bevor sie einen neuen Versuch starteten. Dabei versuchten sie das Leittier und sein "Offizier" immer wieder auch dazu zu animieren, warteten aber ansonsten einfach nur völlig geduldig. Diese Geduld mit Kranken und schwächeren Mitgliedern müssen wir Menschen erstmal hinkriegen!

 

06. Tag: Fahrt zur North Bridge & Game Drive

26.09.2007 - 17:59
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Der Himmel war heute bedeckt. Ich denke, dass es für diese Jahreszeit wirklich sehr ungewöhnlich ist. Ich hoffte, dass sich das bis abends wieder bessern würde. 

Heute morgen ging es recht früh los. Seltsamerweise waren die Paviane nicht da, um uns zu begrüßen. Sie kamen heute eine halbe Stunde später, als wir schon fast unsere Sachen verstaut hatten und losfahren wollten. Ob es an dem gestrigen Regen gelegen hat? So zutraulich sie sind, so ängstlich sind sie auch. Sie kommen bis auf zwei Meter an einen heran und sobald man die Aufmerksamkeit auf sie lenkt sind sie genauso schnell wieder verschwunden wie sie gekommen sind. 

GiraffeGiraffe mit MadenhackerAuf unserer Safari konnten wir zwei Giraffen beim Äsen zusehen, die uns nebenbei neugierig beobachtet haben. Giraffen sind sehr elegante Tiere. Es macht Spaß, sie zu beobachten.

Bei dem Weg zum North Gate passiert man automatisch das Camp Xakanaxa. Hier wird zurzeit in der Nähe des Airstrips stark gebaut und ich kann mir vorstellen, dass es  keinen wirklichen Spaß macht, hier zu campen. Da wir hier nichts gebucht haben, werden wir es nicht herausfinden.

Der Weg zum North Gate war vergleichsweise eine Autobahn zu den anderen Wegen, die wir bisher hier kennen lernen duften. Auf dem Weg dorthin kamen wir an eine Stelle, die von Wasser überschwemmt war. Leider war die Tiefe nicht erkennbar. Glücklicherweise kam eine Safaritour vorbei und so sind wir gemeinsam durch das Wasser gefahren, um ggf. den anderen herausziehen zu können. Im Nachhinein war es nicht so schwierig, wie es zunächst ausgesehen hatte. 

Tiere gab es sonst kaum zu sehen. Es scheint, als wären sie auf Betriebsausflug und haben ein paar Vögel als Statisten dagelassen, damit die blöden Touris nicht ganz umsonst nach Botswana gereist sind. 

MeerkatzeMeerkatzeAls wir im Camp angekommen sind, war es komplett leer. Niemand außer uns war anwesend. Niemand, außer einigen neugierigen Affen. Ein wenig befremdlich war das schon, vor allem, wenn alle Plätze bei Buchungsanfragen ausgebucht sind und man lange vor der eigentlichen Reise buchen muss. Die Meerkatzen sind nicht nur sehr zutraulich, sie sind auch sehr gerissen. Sie wissen genau, dass viele der Autos, die hier ankommen, mit Schiebefenstern im Laderaum ausgestattet sind. In einem Moment, in dem sie sich unbeobachtet fühlten, konnte ich sehen, dass sie gezielt versucht haben, diese Fenster zu öffnen.

Das North Gate ist das nördliche Ende des Moremi WR. Direkt außerhalb gibt es das Kwai Village. Dies haben wir besucht und uns mit Getränken und ein paar Souvenirs eingedeckt. Aber das war nur ein kurzes Intermezzo, denn wir wollten ja noch auf Safari gehen und ein wenig die Gegend erkunden.

Nilpferd im KhwaiKrokodilDer Kwai Loop kam uns als nachmittäglicher Gamedrive gerade recht. Also haben wir unseren Campingtisch und die Stühle auf unserer Campsite gelassen, als Zeichen, dass sie nun besetzt ist. Irgendwie kann man das ein wenig mit dem "Handtuch auf Liege legen" auf Mallorca vergleichen.

Der Gamedrive war landschaftlich sehr interessant. Hier wurde uns erstmalig wirklich deutlich bewusst, dass wir am Okavango-Delta sind und unmittelbar dabei sind. Allerdings schienen die Tiere auch hier ein wenig Verstecken mit uns zu spielen. Ein paar Impalas hier, ein paar Hippos da, das war es. 

Brot backen im PotjieBrot backen im PotjieZurück im Camp haben wir erstmalig etwas ausprobiert, von dem wir bisher nur gelesen hatten. Brot backen im Potjie. Ein Potjie (gesprochen: "Poitie") ist ein gußeisener Topf. Also haben wir den Teig angerührt. Der Potjie wurde mit Öl ausgerieben. Zwischenzeitlich habe ich Holzkohle zum Glühen gebracht. Die wurde dann um den Potjie herum und oben auf den Deckel verteilt. Quasi wurde aus dem Topf dadurch ein kleiner Backofen mit Ober- und Unterhitze.

Nicht, dass es den ganzen Tag bedeckt war, nein, es fing jetzt an, zu regnen. Nicht nur kurz, sondern ein schöner, dauerhafter Regen. Ich kann nur hoffen, dass es demnächst wieder besser wird.  Die Nacht über ließ die Hoffnung schwinden. Es regnete und stürmte heftig und wir wurden in unserem Dachzelt durchgerüttelt. 

05. Tag: Game Drive

25.09.2007 - 17:54
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Paviane am MorgenPünktlich um 6h fielen die Paviane in unser Camp ein und haben die Bäume genutzt, um den Tau von den Blüten zu trinken und Blätter und Blüten zu essen. Natürlich sind die Viecher auch völlig schamlos und greifen sich alles, was nicht niet- und nagelfest am oder im Auto verstaut wurde. Ich habe vergessen, die Fahrertür zu schließen und *SCHWUPPS* war einer der Racker im Auto. Er ließ sich aber schnell vertreiben - ohne Beute :)

Bee-EaterAuf dem vormittaglichen Gamedrive ist nicht viel passiert. Zurzeit scheint es nicht viele Tiere in Moremi zu geben, zumindest nicht in der Umgebung der 3rd Bridge. Aber ganz ohne "Beute" sind wir nicht geblieben. Einige Giraffen, Gnus, Zebras und Impalas kreuzten unseren Weg.

Für den nachmittaglichen Gamedrive haben wir uns den Mbomba-Loop ausgesucht, der in der Nähe der 3rd Bridge startet. Wir starteten kurz vor 17h, fast zu spät, wie sich herausstellen sollte.

verbrannter WegDer Loop war recht ereignislos. Es waren kaum Tiere zu sehen. Dafür war die Strecke sehr einfach befahrbar. Das Gelände am Rand des Weges war teilweise verbrannt. Der Brand kann nicht vor allzu langer Zeit ausgebrochen sein, denn die Luft roch nach Ruß. Die Sache mit der Ereignislosigkeit galt zumindest für den ersten Teil. Es änderte sich schlagartig auf dem Rückweg. Der Pfad ging durch einen Wald und die Wege waren sehr verschlungen. Oftmals mussten wir uns Ausweichwege suchen, weil umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Es wurde langsam dunkel und es war noch recht viel Weg übrig. Also bin ich so schnell wie möglich gefahren, als Kristin plötzlich rief: "Vorsicht Elefanten!!" Ich legte eine Vollbremsung hin, gerade noch rechtzeitig, damit ein junger Elefant zur Seite springen konnte. Seine Mutter fand das eher nicht witzig. Langsam fuhr ich zurück und überlegte, was wir denn nun tun sollen. Vor uns lag eine recht tiefsandige Strecke, rechts und links wurde sie von je drei Elefanten gesäumt, die genüsslich aßen. Trotz des laufenden Motors und der Vollbremsung schienen sie uns zu ignorieren und sich lieber ihrem Abendbrot zu widmen. Also legte ich den Low-Gear ein und fuhr langsam und beständig durch die Gruppe, auf die Reaktion der Elefanten achtend. Der eine oder andere machte seinen Unmut durch seine Gestik deutlich, aber insgesamt ließen sie uns in Ruhe und aßen lieber weiter. Das war ziemlich aufregend!

Zurück im Camp stand heute das Grillen sämtlichen Fleisches an, das wir in Windhuk gekauft hatten. Leider ist der Gefrierschrank von HH nicht zum Frieren, sondern nur zum Kühlen geeignet und gegrillte Fleisch hält sich nun einmal gekühlt länger. 

In der Ferne zog ein Gewitter auf. Wetterleuchten und Blitze zuckten gelegentlich vom Himmel. Es war etwa 15km entfernt und so störte es uns weniger, zumindest so lange, bis bei uns ein feiner Nieselregen einsetzte. "Pula" bedeutet in der Landessprache "Regen" und ist gleichzeitig der Name der Landeswährung. Wir erlebten also etwas Pula in Botswana. Dies ist recht untypisch für diese Jahreszeit. Glücklicherweise war es aber auch nur ein kurzes Wetterintermezzo. 

Elefant mit Baum
Holzmarkt an den Victoria Fällen 2
Greifvogel auf der Okonjima Lodge
Gepardenfütterung Okonjima Lodge 6
Erdhörnchen bei Okaukuejo
Mahangu Lodge
Gepardenfütterung Okonjima Lodge
Überfahrt über die 4th Bridge
Dominanzverhalten
Kohlmanskuppe bei Lüderitz
Lagerfeuer in Savuti
Pavian an der Third Bridge
Perlhühner am Hippo Vlei
Felsgravuren bei Twafelfontain
Sonnenuntergang in Swakopmund
Kormorane am Okavango
Pelzrobben bei Cape Cross 3
Elefanten in Savuti
Sonnenuntergang beim Horseshoe
Zebrajunges mit Mutter im Etosha National Park
Wasserloch des Camps Okaukuejo in Etosha

Übersicht

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