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05. Tag: Sunday Pan bzw. Tau Pan

14.09.2009 - 09:20
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Heute sind wir ein wenig früher aufgestanden, um Sonnenaufgangsfotos zu bekommen. In direkter Nähe unserer Camspite haben wir ein nettes Plätzchen für unsere Fotos gefunden. Anschließend ging es um den Leopard Loop und Sunday Loop. Zurück sind wir über das Deception Valley gefahren. Auch heute bestätigt sich unser Eindruck: landschaftlich ist die Kalahari sehr reizvoll, aber Tiere bleiben weitestgehend aus. Ein paar Impala hier, ein paar Oryx Antiliopen dort. Wir hoffen ein wenig auf den kommenden Tag.

Nach einem netten Frühstück auf unserer Campsite geht es los zu unserer nächsten Station: Sunday Pan. Wir haben den Weg als Pirschfahrt ausgelegt und eine entsprechende Zeit für die Strecke eingeplant. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an der Tau Pan vorbei, deren Campsite geschlossen wurde, weil dort eine Lodge errichtet wurde. Die wollten wir uns mal genauer anschauen.

Die verlassene Campsite war intakt und der Ausblick in die Tau Pan zu verführerisch, sodass wir kurzerhand beschlossen haben, hier die Nacht zu verbringen. Auch wenn ich mich wiederhole: landschaftlich gesehen ist die Zentralkalahari sehr schön, nur die Tiere blieben aus. Ein Tourist (nebenbei das einzige fremde Fahrzeug des heutigen Tages) aus Botswana verriet uns, dass es ein wenig Glücksache sei, ob man Tiere sehen kann. Normalerwise sei die Kalahari voller Tiere, aber ab und an sei sie wie leergefegt. Da haben wir uns ja genau den richtigen Zeitpunkt ausgesucht. Am Gate wurde diese Information später verbessert. Dort hieß es dann, dass die meisten Tiere in der Regenzeit in der Zentralkalahari zu finden sind.

Wir ließen uns unsere Laune nicht verderben und haben einen ruhigen Nachmittg eingelegt. Zeit genug, um ein mitgebrachtes Buch zu lesen und den Reisebericht zu schreiben. Gibt es einen besseren Ort als die Tau Pan, den Stress der letzten Wochen abzulegen und sich neu zu fokussieren?

23. Tag: Okonjima Lodge

13.10.2007 - 20:44
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Sonnenaufgang bei Okaukuejo

Das war es. Etosha ade! Ich glaub nicht, dass wir noch einmal diesen Park besuchen werden. Bevor wir uns unserem nächsten Ziel zuwenden, fahren wir zu dem Baum, den ich gestern bei meiner Rundfahrt entdeckt habe und der sich als Sonnenaufgangsbild eignet. Es is ein wenig bewölkt. Dazu kommt, dass der Tor-Guard es sehr genau nimmt mit dem Aufschließen des Tores zur angegebenen Zeit. Ich sah schon alle Hoffnung auf ein gutes Sonnenaufgangsbild schwinden. Aber es hat gerade alles gepasst. Die Sonne stand im besten Winkel am Himmel, die Wolken haben sich kurzzeitig verzogen und so bekam ich mein Bild. Eigentlich sollte es dann gleich wieder zurück zum Camp gehen. Wir mussten schließlich noch alles zusammenpacken. Stattdessen ging es noch einmal kurz entschlossen zum Wasserloch  "Okondeka". Schließlich leben da Löwen. Trotz einigen Wartens konnten wir die Szene von gestern nicht wiederholen, bei der das Löwenrudel an meinem Auto vorbeiging. Wir bekamen in einiger Entfernung noch einen männlichen Löwen zu Gesucht. Das war für uns ein gelungener Abschied von Etosha. 

Nachdem wir kurzerhand alles zusammengepackt hatten, erwartete uns Okonjima. Auf dem Weg aus dem Park standen Giraffen, Zebras und Impalas Spalier, um uns zu verabschieden. Damit sollte der Teil unserer Reise mit wilden, nicht kontrollierten und unabhängigen Tieren enden. Bei dem Gedanken wurde es mir schon schwer ums Herz, wenngleich uns neue aufregende Dinge erwarten.

 Okonjima Lodge 1Okonjima Lodge 2Okonjima Lodge 3

Gepard auf der Okonjima LodgeIn Okonjima angekommen fühlen wir uns gleich wohl. Die Atmosphäre, die dort geschaffen wir, ist einfach grandios. Bis zur Pirschfahrt zu den Geparden und dem anschließenden Sundowner ist noch ein wenig Zeit, die wir für Fotos und Panoramen nutzen und um uns ein wenig umzuschauen. Paul - unser Führer auf dieser Tour macht seine Sache sehr gut. Ein wenig schade finde ich, dass die Geparden nicht mehr auf das Auto springen, um ihre Fleischration zu bekommen, auch wenn ich Paul Recht geben muss, was die schwierige Konditionierung von Geparden und Autos in Bezug auf das Futter betrifft. 

Gepard auf der Okonjima Lodge 2Der Himmel zieht sich zu und es beginnt leicht zu regnen. Unglaublich in mehrerer Beziehung. Zum einen sind wir nicht ohne Absicht im trockensten Monat hierhin gereist - und zwar um Wolken und Regen die ganzen vier Wochen aus dem Wg zu gehen. Jetzt regnet es schon zum zweiten Mal innerhalb unserer Reise. Erst in Moremi und jetzt hier. Auf der anderen Seite ist das der erste Regen seit April und wir durften ihn miterleben. Und so wird der Sundowner halt in der Lodge eingenommen. Wir lernen wieder eine Menge nette, interessante, offene und freundliche Menschen kennen und der Abend endet mit einem wilden Erfahrungsaustausch an Reiseerfahrungen und Tipps.

22. Tag: Pirschfahrt um Okaukuejo

12.10.2007 - 20:39
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In jeder Rezeption des Etosha Parks gibt es ein Buch, in dem Besucher ihre Beobachtungen verzeichnen können. Dort haben wir gestern entdeckt, dass häufig viele Sichtungen von Löwen am Wasserloch "Okondeka" vorgekommen sind. Also ist dies heute das erste Ziel. Um 6.20h wird das Tor geöffnet und los geht es!

Löwenzärtlichkeiten

Morgens ist alles noch so ruhig. Viele Tiere scheinen mit dem Sonnenaufgang erst aufzuwachen und so geht alles gemächlich voran. Die Giraffe am Wegesrand frühstückt und lässt sich durch mich nicht beeindrucken. Kurz vor "Okondeka" sehe ich sie: Löwen! Zwei männliche und ein offensichtlich schwangeres weibliches Tier. Sie gehen 3 Meter an meinem Auto vorbei und lassen sich in einiger Entfernung unter einem Baum nieder.

Während ich dies hier tippe (S18°99.439' E15°51.866') sehe ich auf "Okondeka" und tausende Vögel fliegen um mich herum, um ihre Mahlzeit für den Tag zu fangen - oder einfach um wie wild herumzufliegen.

Zurück im Camp geht es wild am Wasserloch zu. Eine Herde Elefanten sind angekommen und haben die unzähligen Impalas, Kudus und Oryx-Antilopen kurzerhand vertrieben. Erst einmal in Besitz genommen, baden und spielen die Dickhäuter ausgelassen. Vor allem den Kleinen ist ein deutlicher Spieltrieb anzumerken. Eigentlich bin ich zurück ins Camp um zu frühstücken, aber das wird kurzerhand in ein Brunch umgewandelt. Die Elefanten sorgen für den einen oder anderen Lacher. So macht ein Kleiner es einem Großen nach und läuft munter auf eine Gruppe Impalas zu, um sie zu verscheuchen. Man kann ihm anschließend anmerken, wie er sich wegdreht und gelegentlich einen verstohlenen Blick in Richtung der scheuen Tiere wirft, um das Ganze zu wiederholen. :)

Elefantenjunges in Okaukuejo

Elefantenjunges in Okaukuejo 2

Wasserloch Ozonjuiti m'Bari

Nach dem Brunch geht es heute mal in den westlichen Teil des Parks. Ich fahre die scheinbar endlose Strecke zum Wasserloch "Ozonjuiti m'Bari". Das ist das für Normaltouristen der westlichste Punkt, den man anfahren darf. Weiter geht es nur mit einem speziellen Permit.

Am Wasserloch angekommen, herrscht hier Chaos. Impalas, Gnus, Zebras, Giraffen, Strauße und Oryxe in einer nicht zu überblickenden Anzahl sind rund um das Wasserloch versammelt und wollen trinken.

Auf dem Weg zu diesem Wasserloch musste ich allerdings feststellen, dass der Zugang zu den Wasserlöchern Adamax, Natco und Leebron gesperrt ist und man keinen Zugang hat. Sehr schade.

Abends war wieder Brot backen im Potjie angesagt. Leichter gesagt als getan, denn Bungalows nahe am Wasserloch haben keine Feuerstelle. Wir haben uns daher hinter das Haus verzogen, um sowohl Kohlen für den Potjie anzufeuern als auch ein Feuer für den Grill zu schüren.

Die abendliche Show am Okaukuejo Wasserloch war wie immer abwechslungsreich. Giraffen, Elefanten, Hyänen und sogar eine Löwin fanden sich ein, um ihren Durst zu stillen. Die Hierarchie zwischen den Tieren wird sehr deutlich. Die Elefanten mögen de Löwen nicht (wahrscheinlich wegen ihrer Jungtiere). Die Nashörner mögen als Einzelgänger eh niemanden, schon gar keinen ihrer eigenen Art. Und das alles vor der Haustür.

21. Tag: Pirschfahrt nach Okaukuejo

11.10.2007 - 19:39
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Elefanten am Wasserloch Nebrowni

Wir packen alles zusammen und fahren Richtung Okaukuejo. Die Straße ist wie leergefegt. Es sind kaum Tiere in Sicht, egal, welches Wasserloch wir anfahren. Hier ein paar Impalas, dort vereinzelt ein Zebra.

Elefanten am Wasserloch Nebrowni 2

Kurz bevor wir in Okaukuejo ankommen, sehen wir schon von weitem weitere Elefanten am Wasserloch "Nebrowni". Hier hat der Schlamm die Farbe von Kalk und so sehen die eingeschlammten Elefanten alle aus wie Gipsstatuen, als sie nach ihrem Bad regungslos in der Sonne stehen, um zu trocknen.

In Okaukuejo habe ich ein Luxus-Bungalow gemietet, um näher am Wasserloch zu sein. Vor vier Jahren war es so, dass man ein ganzes Haus bekommen hat. nach der Renovierung ist das nicht mehr so. Das Haus ist in der Mitte geteilt worden und jede Parte hat quasi eine Doppelhaushälfte. Diese Doppelhaushälfte besteht aus einem Schlafzimmer und einem Bad. (Anmerkung: Panoramabild folgt) In dem Schlafzimmer ist ein Kühlschrank untergebracht. Eine Anrichte für das Zubereiten von Mahlzeiten oder eine Spüle gibt es nicht. Offensichtlich geht die Parkverwaltung davon aus, dass jemand, der sich diese Unterkunft leistet, grundsätzlich im Restaurant essen geht. Ebenso fehlt eine Feuerstelle. Es mag jedoch sein, dass im Rahmen der Renovierung, die noch nicht abgeschlossen ist, eine Feuerstelle vorgesehen ist.

Giraffe in Etosha

Nach dem Einchecken, der Schlüsselübergabe und einer kurzen Inspektion des hauseigenen Wasserlochs fahren wir los Richtung "Olifantsbad". Kaum sind wir da, sehen wir eine Giraffe trinken. Das ist ein bis dahin eher seltener Anblick in dieser Reise. Mir ist noch nicht klar, was Giraffen aufschrecken lässt. Autos und deren Geräusche scheint es nicht unbedingt zu sein.

Das Gate schließt um 18.50h und so müssen wir wieder los. Auf dem Weg zum Camp sehen wir, dass alle Elefanten weitergezogen sind. Just in time passieren wir das Gate, bevor es hinter uns geschlossen wird. :)

Giraffen am Wasserloch in Okaukuejo

Am Wasserloch des Camps stehen einige Giraffen unschlüssig herum und inspizieren es argwöhnisch. Wir beschließen, einen kurzen Imbiss vorzubereiten und den Abend am Wasserloch zu verbringen. Als wir zurückkommen, ist es passiert. Die Giraffengruppe trinkt. Es sind neun Tiere, die sich an das Wasser begeben haben. Giraffen haben kaum Feinde. Die gefährlichste Aktion für sie ist das Trinken. Damit sie ihren langen Hals zum Boden bewegen können, müssen sie ihre Vorderbeine spreizen. In dieser Position sind sie angreifbar. Dementsprechend nervös sind sie. Ihre Trinkphasen werden oft durch Aufschrecken und plötzliches Aufrichten unterbrochen. Dabei erschrickt nie die ganze Gruppe, wie es in anderen Herden üblich ist, sondern jedes einzelne Tier hat offensichtlich individuelle Warnsignale, auf die es reagiert. Dementsprechend lange dauert die Prozedur.

Es geht zu wie bei einer Tankstelle. Nachdem die Giraffen die Bühne verlassen hatten, kommen zwei Nashörner, danach eine Hyäne und ein Elefant.

20. Tag: Pirschfahrt nach Halali

10.10.2007 - 20:35
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Giraffe in Etosha

Wir stehen vor Sonnenaufgang auf und fahren los. Tiere sind zur Zeit hier Mangelware, zumindest innerhalb der ersten Stunde.

Im Laufe des Tages wird es deutlich besser. Wir sehen sehr große Gnu- und Zebraherden, Impalas stehen an jeder Ecke und können sogar Giraffen beim Trinken beobachten.

Springbock

Nebenbei sehen wir noch eine Red Hartebeast und unzählige Vogelarten auf unserem Weg. Nur keine Elefanten. Die scheinen irgendwie alle zum Chobe ausgewandert zu sein :)

Wir kommen in Halali an und ich bin gespannt, wie sie hier das Camp hergerichtet haben. Eigentlich kann es mir angesichts der Tatsache fast egal sein, dass wir heute nach knapp drei Wochen Dachzelt zum ersten mal wieder in einem Bett schlafen.

Giraffen in Etosha

Das Haus, das wir gemietet haben, ist sehr schön hergerichtet. Da hat wohl jemand "Schöner Wohnen" gelesen und einen Designer rangelassen. Hut ab, hier ist alles sehr stimmig und ich überlege kurz, ob ich nach dem Urlaub den Farbeimer zuhause schwingen soll. Aber diesen Gedanken verwerfe ich dann doch wieder sehr schnell... verdammt! Ich hab Urlaub!

Abends geht es noch einmal kurz Richtung Wasserloch "Goas" und - ENDLICH - Tiere. Und zwar Elefanten, die wir bisher schmerzlich vermisst haben. Ich frage mich, ob es homosexuelle Elefanten gibt oder ob das ein Versehen oder doch eher Dominanzverhalten war, jedenfalls wollte ein Bulle einen anderen besteigen. Der konnte sich dafür eher nicht erwärmen. 

Das hauseigene Wasserloch von Halali ist - ebenso wie in Namutoni - leer. Auch nach einigem Warten will einfach nichts passieren. 

15. Tag: Gamedriving Chobe/Toro Lodge

05.10.2007 - 20:17
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1.30h morgens. Das leise Tröten eines Elefanten weckt uns. Die Elefantengruppe, die gestern Abend den Fluss überquert hat, ist wohl zurückgekommen und versucht gerade, ins Hinterland zu kommen. Das Tröten des Elefanten war wohl das Zeichen, das unsere Campsite nicht als Durchgang geeignet ist. Stattdessen nutzt die große Gruppe die von uns rechts und links leer stehenden Campsites für den Aufstieg, natürlich nicht, ohne einen kleinen Snack auf dem Weg einzunehmen. Eine gute Stunde hören wir die Elefanten an uns vorbeigehen, Rascheln hier, Geschmatze dort. 

Elefant nach dem BadElefanten brummen. Es ist ein tiefes, völlig beruhigendes Brummen. Unser Feuer ist schon lange ausgeglüht und so können wir nur hören. Elefanten-Surround-Sound pur. Wir sind von den Tieren umringt. Ein toller Abschluss für Ihaha, denke ich noch und schlafe irgendwann viel später wieder ein.

ElefantenaugeZwischen 5.30 und 6h morgens wacht alles auf. Und zwar sehr lautstark. Normalerweise zwitschern, schreien und krakelen die Vögel mit allem, was ihnen zur Verfügung steht. Bevor dies passiert, werde ich durch ein "Muh" geweckt und traue meinen Augen nicht. Die Wiese zwischen unserer Campsite und dem Fluss ist voller Kaffernbüffel, die ihr Frühstück einnehmen. Ein weiteres "Muh" des Leittieres und innerhalb von 2 min ist die Wiese leer. Unglaublich. Leider war es viel zu dunkel, um ein Foto zu machen.

Weg bei IhahaUns fällt der Abschied genauso schwer wie in Savuti und deswegen lassen wir uns besonders viel Zeit, am Chobe ein letztes Mal zu frühstücken, bevor wir alle Sachen zusammengepackt haben uns losgefahren sind. Auf dem Weg Richtung Ausgang sind wir natürlich auch ein letztes Mal die Water Loop entlang gefahren, um uns von Elefanten, Warzenschweinen, Impalas, Büffeln und natürlich den Löwen zu verabschieden.

Auf dem Weg zur Toro Lodge kommen wir an Kasane vorbei. Leider ist hier die Tankstelle vor einige Zeit abgebrannt und so müssen wir 10km weiter nach Kagonzula fahren, um Sprit zu bekommen. Hier herrscht Andrang wie in der Nachkriegszeit :) Die Wartezeit macht uns aber wenig aus, denn: der geneigte Leser achte bitte auf die dortigen Dieselpreise...

In der Toro Lodge angekommen erfahren wir, dass wir die einzigen sind, die die Chobe Bootstour machen wollen und man verweist uns an die Garden Lodge. Klasse, da lernen wir Gabi und Phil ja doch noch kennen.

Elefanten bei IhahaTankstelle bei KagunzulaElefanten bei Ihaha

Die Fahrt ist klasse. Wir sehen zwar nicht so viele Tiere wie an den Vortagen, aber der Perspektivenwechsel von Land zu Wasser macht alles wett. Allerdings war anschließend klar, dass eine Flussfahrt einen Gamedrive ergänzen, aber keinesfalls ersetzen kann.

Die Nacht war grässlich. Man kann sich an die Tiergeräusche und der sonstigen Stille sehr gewöhnen. Die Toro Lodge, in der wir für zwei Tage abgestiegen sind, ist alles andere als leise. Das liegt aber nicht an der Lodge, sondern an dem Umfeld. Es ist Freitag Abend. Und was passiert Freitags sehr oft, egal, wo man sich auf der Welt befindet? Genau: Party!

Also durften wir so ziemlich die ganze Nacht irgendwelchen Rhythmen lauschen, Leuten, die sich laut unterhielten oder stritten und nicht zuletzt dem permanenten Gekläffe und Geheule der ortsansässigen Hunde. Das Sahnehäubchen war ein geistesgestörter Hahn, der um 2.30h anfing zu krähen - lange bevor es hell wurde. Die Hähne im Umkreis stimmten dann gleich ein und somit war die Geräuschkulisse perfekt. :) Ole, ole!

11. Tag: Fahrt nach Ihaha

01.10.2007 - 19:54
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Hinweisschild in Savutiauf dem Weg ins Hippo VleiHeute heißt es Abschied nehmen von Savuti. Uns hat die Gegend mit den Tieren außerordentlich gut gefallen. Bevor wir losfahren, wollen wir aber noch an unser inzwischen favorisiertes Wasserloch fahren, an dem wir gestern auch die Löwen gesehen hatten. Das hieß, noch früher aufzustehen. Um 5h klingelte der Wecker und los ging es. Wir waren wohl die ersten, die auf Pirschfahrt gingen. Es ist erstaunlich, was 30 Minuten ausmachen können. Wir haben auf dem Weg zum Wasserloch sehr viele Tiere gesehen, die wir in den vergangenen Tagen suchen mussten. Sie standen einfach am Wegesrand :) : kleinere Kuduherden, Giraffenfamilien, u.v.m.

Am Wasserloch angekommen, wartete bereits ein Elefant auf uns. Ein zweiter gesellte sich hinzu und wir konnten beobachten, wie die Elefanten das von der Wasserquelle bevorzugt haben (es ist ein künstlich angelegtes Loch). Während die beiden tranken, traf eine Gunuherde mit etwa 30 Tieren ein und wartete geduldig, bis die beiden Elis endlich fertig waren. Gnus sind sehr schreckhafte Tiere und es dauerte, bis sie endlich den Mut gefasst hatten, sich dem Wasserloch zu nähern.*

Elefanten am Hippo VleiSkelettknochen bei SavutiIrgendwann wurde es Zeit, uns von dem Wasserloch und deren Besuchern zu verabschieden. Wir sind zurück ins Camp und haben noch kurz gefrühstückt. Ich habe noch ein paar Panoramaaufnahmen (Anm.: die werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht) von Savuti gemacht und dann hieß es wirklich: Auf Wiedersehen Savuti.

Weg nach Ihaha

Der Weg Richtung Ihaha ist beschwerlich. Wer meint, dass die in den Karten eingezeichneten Hauptstraßen unseren Hauptstraßen ähneln, hat sich geirrt, zumindest, was die Nationalparks angeht. Die ersten 70-90km  waren reine Sandpiste, die irgendwann zu einem Pad wurden und die bei Ngoma zu einer Teerstraße wurde. 

Wegzweig nach Namibia oder ZimbabweUnsere Wasservorräte wurden knapp und so mussten wir zunächst in Kasane für Nachschub sorgen. Kasane ist ein nettes Städtchen, aber wir wollten hier nur Vorräte bunkern und zurück in die Natur. Wir kommen eh in wenigen Tagen hierhin zurück. 

Als wir in den Chobe Nationalpark einfuhren, sah der zunächst sehr aufgeräumt aus. Kein Holz lag am Wegesrand herum und es schien, als hätte jemand die Zwischenräume zwischen den Sträuchern gefegt :)

Als wir nach einigen wenigen Kilometern dieses "gefegten" Weges direkt an den Chobe herangefahren sind, war es ein ungeahnter Anblick. 

Löwe nach dem Riss am ChobeIch bin kein religiöser Mensch, aber hier drängten sich Begriffe wie "Paradies", "Garten Eden" oder "Arche Noah" einfach auf. Auf einem weiten Feld, das durch den Chobe durchtrennt wurde, befanden sich riesige Elefantenherden, die im Wasser spielten oder fraßen. Warzenschweine, Löwen, unzählige Vögel, Büffelherden in einer riesigen Anzahl an Tieren wanderten durch diese Ebene. Für alle war Platz. Wer die Trockenheit Moremis oder Savutis erlebt hat, bei der die Tiere keinesfalls genug Wasser hatten und sie in einer recht kargen Savannenlandschaft (die zweifelsfrei einen anziehenden Charme hat), ist Chobe eine Art Offenbarung. 

Auf dem Weg zu unserem Ziel "Ihaha Camp", sahen wir unzählige Tiere: Löwen, Kudus, Impalas, Zebras, Elefanten, Pavianfamilien, Kaffernbüffel und Touristenbomber. Wieder einmal mehr haben wir uns beglückwünscht, alleine unterwegs zu sein. 

Kaffernbüffel
Wir haben bei der Buchung die Campsite CI-3 zugewiesen bekommen. Sie ist ein Traum. Mit direktem Blick auf den Chobe, einem eigenen Grill, Abfallbehälter und nicht weit von den Duschen entfernt ist es ideal. Der Ausblick ist traumhaft.

 

Anm. Kristin: Wir konnten außerdem noch ein einzigartiges Beispiel für den sozialen Zusammenhalt in dieser Gnu-Herde erleben,  als nämlich - ganz am Schluss der Herde, die fertig getrunken hatte und schon wieder weiterzog - zwei alte oder kranke Herdenmitglieder auftauchten, die unendlich langsam und vorsichtig zum Wasserloch nachschlappten. Um sie aber nicht alleine den Gefahren der Umgebung auszusetzen (in unmittelbarer nähe wussten wir ja jetzt von den Löwen), blieben das Leittier und sein (wir nannten es) "Offizier" so lange bei den Beiden, bis auch diese getrunken hatten. Und das zog sich wirklich ewig hin, denn die Gnus schraken bei jedem auch kleineren Tier, das ans Wasserloch kamen, wieder zurück und mussten sich dann erst wieder lange versichern, bevor sie einen neuen Versuch starteten. Dabei versuchten sie das Leittier und sein "Offizier" immer wieder auch dazu zu animieren, warteten aber ansonsten einfach nur völlig geduldig. Diese Geduld mit Kranken und schwächeren Mitgliedern müssen wir Menschen erstmal hinkriegen!

 

08. Tag: Savuti Game Drive

28.09.2007 - 19:27
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Schlafen im Dachzelt ist echt unbequem. Es ist dabei noch nicht einmal die Enge des Zeltes, sondern die Härte des Bodens. Zwischen uns und der Metallplatte ist nur noch eine 5cm dicke Schaumstoffmatratze und das bisschen Fütterung des Schlafsacks. Wenn wir also nachts aufgewacht sind, lag das eher nicht an der ungewohnten Geräuschkulisse, sondern vielmehr daran, dass wir mal wieder eine neue Schlafposition finden mussten :)

Elefanten in SavutiHeute wollten wir es bei einer kleineren Tour belassen und haben ein paar Wasserlöcher abgefahren, die in Campnähe sind. Wobei "Wasserloch" weitestgehend übertrieben war. Die im GPS markierten Stellen zeigten nur, dass es mal Wasserlöcher gewesen sind, aber inzwischen ausgetrocknet waren. Bis auf das Wasserloch am Main Track. Hier gab es noch Wasser und hier rangelten sich etliche Tiere: Heerscharen von Vögeln, Imapalas und... ein Elefant. Wir haben uns das Spektakel eine Weile angesehen, bis zwei weitere Elefanten an das Wasserloch zum Tinken kamen. Deutlich war zwischen den Tieren eine Rangfolge erkennbar, nicht nur unter den Elefanten, sondern auch zwischen Elefanten und Impalas. Nur die Vögel scherte das alles nicht und sie störten sich nicht an den riesigen Tieren, sondern nutzten die Gelegenheit, zu jeder Zeit ihren Durst zu löschen. 

Elefanten und ImpalasWie riesig so ein Elefant werden kann, wird erst deutlich, wenn er in wenigen Metern Entfernung am Auto vorbeigeht, wenn er genug getrunken hat. Er beäugte uns kurz und zog dann an unserem Auto vorbei. 

Nachdem am Wasserloch alle Tiere verschwunden waren, machten wir uns auf den Weg zum Hippo Vlei, ein großes, steppenartiges Gebiet. Leider haben wir die gehörnten Tiere nicht entdecken können und während ich dies Tippe, stehen wir im Schatten unter einem Baum (S 18°38.013', E24°03.549').

Während wir hier mit ausgeschaltetem Motor stehen und der afrikanischen Umgebung lauschen, lässt sich schätzungsweise 200m von uns entfernt eine Giraffe unter einem Baum nieder. Dabei liegt der Körper auf dem Boden, der Kopf bleibt jedoch halb nach oben gerichtet. 

Der nachmittägliche Gamedrive verlief recht unspektakulär. Impalas, Elefanten. Es zeichnet sich ab, dass das einzig mit Wasser gefüllte Wasserloch die Tiere anzieht. Dieses Wasserloch wird jedoch fast vollständig von Elefanten besetzt und alle anderen Tiere haben das Nachsehen.

Auch, wenn uns die Tiere bisher sehr wohlgesonnen waren und wir in keine gefährliche Situation geraten sind, wird man gelegentlich doch daran erinnert, dass hier kein Streichelzoo ist, sondern ein ständiger Überlebenskampf herrscht. An einer Stelle  lag ein zerfallenes, aber noch recht vollständiges Skelett eines Elefanten. Natürlich kann man nicht mehr sagen, ob der Elefant eines natürlichen Todes gestorben ist, aber wenn man bedenkt, dass in Savuti Elefanten durchaus von Löwen gejagt werden, hinterlässt letztere Option doch eine leichte Gänsehaut.

Elefanten am WasserlochBeim abendlichen Besuch am Wasserloch in der Nähe des Camps sahen wir, dass sich inzwischen einige Elefanten versammelt haben. Die Pumpen liefen offensichtlich nicht richtig und das Wasserloch war nur unzureichend gefüllt, so dass es vermehrt zu Rangeleien unter den Elefanten gab.

Lagerfeuer in SavutiDie Nacht war erstmalig richtig sternenklar und wir bekamen einen atemberaubenden Ausblick auf  die Milchstraße, nachdem das Lagerfeuer völlig erloschen war. Selbst der Horizont war mit Sternen übersät. Keine Lichtverschmutzung trübte den Blick nach oben. Da nahmen wir es auch gerne in Kauf, dass die Nacht kälter als sonst war. Gut, dass unsere Schlafsäcke auch für die kühleren Temperaturen geeignet ist. Unser Dachzelt lässt sich in alle Richtungen öffnen und mit Moskitonetzen schützen und so haben wir einen tollen Rundumblick.

Elefant mit Baum
Wildhunde in Savuti
Barbecue-Feuer in Okaukuejo 2
Rockagame bei Twyfelfontain 2
Mond von Moremi
Zebrajunges mit Mutter im Etosha National Park
Pelikane, Kormorane, Möwen und Flamingos bei Bootstour
Leopard auf der Okonjima Lodge
Elefanten am Wasserloch in Savuti in der Morgensonne
Fort Namutoni
Fishriver Canyon
Regen im Camp Kwando
Garmin 60CSx
Robben bei Walvis Bay
Schwarznasenimpala in Etosha
Elefanten in Savuti
Weg zur Anub Lodge
Wasserloch des Camps Okaukuejo in Etosha
Totenwache
zahmes Warzenschwein der Okonjima Lodge 2
Victoria Falls

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