Swakopmund byebye, jetzt geht's in den Norden. Das nächste Ziel ist die "Twyfelfontein Lodge" in Twyfelfontein. Der Ort ist für seine Felsgravuren berühmt.
Wir nehmen die C34 Richtung Cape Cross, biegen dann auf die C35 Richtung Uis ab, um dann die C39 nach Twyfelfontein zu fahren. Die Landschaft wechselt sändig ihr Aussehen.
Bis Khorixas war das auch ein Kinderspiel, aber die letzten 100km nach Twyfelfontein sind mal wieder etwas für den Padliebhaber. Die Strecke ist teilweise nur mit 50-60km/h zu fahren und dementsprechend lange dauert die letzte Etappe und zerrt ganz schön an den Nerven. Die Lodge ist an einen Berghang gebaut und nett anzusehen. Allerdings gibt es außer den Gravuren absolut nichts zu sehen. Wer den beschwerlichen Weg hierhin wagt, sollte sich dessen bewusst sein.
Auf zu den Gravuren! Es gibt zwei Möglichkeiten, sich die Felsgravuren anzuschauen. Zum einen kann man einen Exkurs für 180 N$ p.P. buchen oder das auf eigene Faust versuchen. Da wir versuchen, Gruppenveranstaltungen zu umgehen, beschließen wir, das Unternehmen auf eigene Faust zu führen. Wir lassen und kurz den Weg von der Rezeption erklären und auf geht's. Naja, die Gravuren sind etwa 5km vom Hotel entfernt und sind auf dem Pad recht schnell zurückgelegt. An dem Parkplatz angekommen, müssen wir erfahren, dass man zwingend einen Guide mieten muss. Das wurde weder in unserem Reiseführer noch im Hotel erwähnt. Schade aber auch. Wir empfanden die Gravuren recht unspektakulär. Auch die in der Umgebung angepriesenen Ausflugsziele "Orgelpfeifen" und "Verbrannter Berg" sind absolut keinen Besuch wert.
Wir empfanden, dass mit allen Mitteln versucht wird, hier ein touristisches Ziel zu kreieren. Das mag sicherlich für Anthropologen oder Geologen interessant sein, aber wir Banausen haben den restlichen Tag dann doch lieber dazu genutzt, uns zu entspannen und die mitgenommenen Romane zu studieren.