Heute gibt es nicht viel zu berichten. Der Mahangu Nationalpark ist sehr klein und bietet eine Rundfahrt von 19km. Wir beschließen, den nicht anzutreten, sondern vielmehr ein paar Postkarten zu schreiben, Fotos zu sortieren, lesen, Musik hören und zwischendurch mal wieder die Wäsche auf Vordermann zu bringen - extreme relaxing! (Anm.: Panoramafotos folgen)
Wir lassen es locker angehen. Eine Strecke von ca. 460km liegt vor uns, die uns von Kasane in Botswana quer über den Caprivi-Streifen bis zu den Popa Falls führt. Auf dem Weg fahren wir die Transfer-Straße zwischen Kasane und dem Grenzübergang Ngoma noch einmal quer durch den Chobe-Nationalpark. Wie bestellt verabschieden sich Elefanten, Zebras und Giraffen von uns, die am Straßenrand standen und uns beobachteten. Das machte mir den Abschied nicht leichter. Es ist immer dasselbe: verlasse ich eine Region mit vielen Tieren, will ich gar nicht mehr weg, auch wenn ich weiß, dass noch vieles auf uns wartet, inklusive dem Etosha Park. Und so bleibt ein wehmütiger Abschied.
Die Fahrt über den Caprivi-Streifen ist lang und zäh. Das Landschaftsbild wechselt nicht und die Straße ist pfeilgerade, was die Konzentration nicht wirklich erhöht. Gelegentliche Bremser wegen einiger die Straße überquerender Ziegen oder Kühen machen die Sache nicht unbedingt spannender.
Wir haben uns auf der Campsite der Mahangu Lodge eingebucht. * Die Site ist mit Strom und Wasser ausgestattet und erlaubt uns einen tollen Blick auf den Okavango. Unterwegs kaufen wir noch Feuerholz von einem Straßenhändler.
Einen phantastischen Sonnenuntergang erleben wir, als wir mit dem Boot eine Tour auf dem Okavango unternehmen und dabei ein Paar Hippos, einem Giant Kingfisher und Krokodilen sehen. Für letztere war das Licht allerdings nicht mehr für ein Foto geeignet.
Anm. Kristin: * Als wir dort ankommen, merken wir, dass sich auf der Fahrt die Abdeckplane unseres Dachzeltes begonnen hatte, sich langsam zu verabschieden - eine weitere der Schnallen, mit denen sich die Plane am Dachgestell befestigen lässt, war gerissen, und so begann ab dem heutigen Tag jeden Morgen eine besondere und immer intensivere Aktion des Plane-Befestigens (denn haben sich einmal die ersten Schnallen verabschiedet, lassen die nächsten aufgrund des Fahrtwindes nicht lange auf sich warten) - mitsamt Seilen und einer immer größer werdenden Menge an Panzerklebeband - auf dass die Plane bis zum Ende unserer Reise durchhalte. Entsprechend nahm unser Dachgepäckträger über die kommenden Tage ein immer abenteuerlicheres Aussehen an.